Oltens Torhüter stiehlt Langenthal den Sieg

Langenthal dominiert im letzten Drittel gegen Olten und muss dennoch als Verlierer vom Eis. Die Ursache für die 1:2-Niederlage war Pech gemischt mit Unvermögen vor dem gegnerischen Tor.

Kaum zu überwinden: Oltens Torhüter Simon Rytz wehrt auch diesen Abschlussversuch von SCL-Topskorer Brent Kelly ab.

Kaum zu überwinden: Oltens Torhüter Simon Rytz wehrt auch diesen Abschlussversuch von SCL-Topskorer Brent Kelly ab.

(Bild: Marcel Bieri)

Verletzungen zuhauf und dennoch das Team der Stunde – diese Beschreibung hat zuletzt auf gleich zwei Mannschaften der Swiss League gepasst. Der SC Langenthal feierte vor dem Sonntagsspiel sechs Siege in Folge, beim EHC Olten waren es deren vier. In der Direktbegegnung im Schoren entschied sich aber nicht nur, wer seine Serie am Leben erhält, sondern auch, wer den zweiten Tabellenrang festigen oder erobern kann.

Um diesen kämpften die beiden Teams nämlich mit gleich vielen Punkten als Ausgangslage. Diese Affiche mit zahlreichen namhaften Absenzen lockte wenig überraschend 3635 Zuschauer ins Stadion, die ein Duell sahen, bei dem sich die Mannschaften von Beginn an nichts schenken wollten. Olten trat gegenüber den letzten beiden Duellen sattelfester im Spielaufbau auf, agierte in der Defensive aggressiver und konnte somit vor beiden Toren die Fehler minimieren.

Es war aber eher die Leistung des Oltner Torhüters dafür entscheidend, dass die Gäste übers ganze Spiel hinweg die Nase vorne hatten. Rytz parierte insgesamt herausragende 42 Schüsse auf sein Tor, weshalb SCL-Stürmer Robin Leblanc nach der Partie sagen musste: «Mit so vielen Chancen gewinnt man ein Spiel normalerweise.»

Je ein Tor

Olten gelang derweil in den ersten beiden Dritteln je ein Tor. In der 7. Minute konnte Jewgeni Schirjajew jubeln, nachdem sich Silvan Hess noch heldenhaft in den Schuss geworfen hatte, aber dennoch zu spät kam. Auch in der 24. Minute hatten die Oberaargauer in Unterzahl das Nachsehen, als sie lange Zeit unter Beschuss gerieten, bis Marco Truttmann schliesslich einen Abpraller zum Torerfolg nutzen konnte.

Langenthals Powerplay war derweil nicht nur von Simon Rytz, sondern auch von Pech und Unvermögen geprägt. Zugleich muss dem EHCO aber auch zugestanden werden, dass sein Boxplay mit viel Energie und ­Aggressivität erfolgreich geführt wurde, sodass Langenthal nur selten ein gefährlicher Durchbruch gelang.

Bis zum Schluss war es aber nicht nur ein starker Abend von Torhüter Simon Rytz, sondern auch eine zu wenig konsequente Leistung im Angriff der Oberaargauer, die zur Niederlage führte. Sinnbildlich waren die letzten Möglichkeiten der Oberaargauer.

Robin Leblanc stand in der 47. Minute allein vor dem Tor, setzte zum Dribbling an und liess sich die Scheibe zu einfach vom gegnerischen Keeper abluchsen, wenig später verfehlten Jeffrey Füglister, Dario Kummer und Brent Kelly das leere Tor, und Yves Müller traf mit einem Weitschuss nur den Pfosten.

42:27-Schüsse

Mit «ganz viel Glück» benannte schliesslich auch Rytz den Grund für den Sieg des EHC Olten. Denn obwohl Langenthals Kim Karlsson in der 55. Minute den Anschlusstreffer erzielte, konnten die Langenthaler trotz massiver Überlegenheit keine Punkte erkämpfen. «Das war ein Spiel, bei dem der Torhüter den Sieg gestohlen hat», bilanzierte Robin Leblanc, dies zeigt auch das Schussverhältnis von 42:27.

Langenthaler Tagblatt

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