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SCB besiegt Ambri 5:0, Tigers überraschen Davos

Der HC Davos musste sich in der 16. Runde zuhause gegen Langnau mit 2:3 geschlagen geben und wurde vom SC Bern (5:0 gegen Ambri) als NLA-Leader abgelöst.

Rückhalt: Matthias Schoder spielte im Tor der SCL Tigers stark.
Rückhalt: Matthias Schoder spielte im Tor der SCL Tigers stark.
Keystone

Die Berner hatten schon im ersten Drittel für klare Verhältnisse gesorgt. Sie schlugen ein enorm hohes Tempo an, und nach 20 Minuten stand es 3:0. Einen grossen Auftritt hatte Patrik Bärtschi. Ihm gelang zwischen der 10. und der 42. Minute ein Hattrick. Ambri war überfordert und chancenlos. Der SCB konnte erstmals in der laufenden Saison mit Ivo Rüthemann antreten. Der Stürmer, der Ende April in einem WM-Vorbereitungsspiel gegen Dänemark eine Schulterverletzung erlitten hatte, liess sich bei seinem Comeback einen Assist gutschreiben. Für den SC Bern steht als nächstes das zweite Gruppenspiel in der Champions Hockey League im Programm. Am Mittwoch wird der finnische Spitzenklub Espoo Blues in der PostFinance-Arena empfangen. Nach der 2:6-Niederlage gegen HV71 Jönköping (Sd) braucht man dringend Punkte.

Berra durfte nicht spielen

Der HC Davos hat nach vier Heimsiegen in Folge erstmals wieder in der Vaillant-Arena verloren. Der Tabellenführer unterlag den an drittletzter Stelle klassierten SCL Tigers überraschend mit 2:3. Für die Gäste erzielte Claudio Moggi in der 43. Minute das «Game Winning Goal». Aus Davoser Sicht vergab Marc Gianola mit einem Lattenschuss in der 51. Minute die grösste Ausgleichschance. Beim HCD enttäuschten vor allem die arrivierten Spieler. Das Fehlen der verletzten Leaderfigur Reto von Arx machte sich negativ bemerkbar. Die Bündner leisteten sich zu viele Unzulänglichkeiten. «RvA» dürfte in rund einer Woche aufs Eis zurückkehren. Im Tor der SCL Tigers stand nicht Reto Berra. Der ehemalige Junioren-Internationale ist vom HCD bis zum Ende der Qualifikation an die Langnauer ausgeliehen. Für das Direktduell vereinbarten die beiden Klubs, dass Berra auf der Ersatzbank Platz nimmt. An seiner Stelle kam Matthias Schoder zum Einsatz. Dieser zeigte eine starke Leistung.

Terrazzano: 1 Schuss, 1 Gegentor

Aufsteiger Biel verlor in Lugano erst in der Verlängerung 2:3. Brady Murray, der nach einem Abstecher in die NHL in die Schweiz zurückgekehrt ist, war dabei mit seinem zweiten Treffer der Mann des Abends. Das 3:2 gelang dem Sohn von Trainer-Legende Andy Murray nach 136 Sekunden der Overtime in Baseball-Manier. Zu den ersten NLA-Sekunden kam Goalie Pasquale Terrazzano (19), weil David Aebischer den Schlittschuh flicken lassen musste. Terrazzano hütete die ersten 190 Sekunden der Partie das Tor Luganos. Den einzigen Schuss in dieser Phase (durch Nüssli) liess er passieren. Für Biel wäre in Lugano sogar noch mehr möglich gewesen. Thomas Nüssli traf den Pfosten (21.), Gianni Ehrensperger scheiterte mit einem Penalty an Aebischer (51.), und Emanuel Peter vergab kurz vor Schluss den «Matchpuck» (57.).

Lions drehten erneut ein Spiel

Die ZSC Lions setzten sich gegen Fribourg nach einem 1:3-Rückstand noch mit 5:4 durch. Der Zürcher siegten bereits zum achten Mal diese Saison nach einem Rückstand. Die Lions spielten besser und liessen sich auch von einer Gegentor-Doublette (Plüss und Sprunger brachten Gottéron im zweiten Drittel innerhalb von 41 Sekunden 3:1 in Führung) nicht aus dem Konzept werfen. Im dritten Abschnitt bewerkstelligten Cyrill Bühler und Thibaut Monnet binnen vier Minuten die Wende vom 2:3 zum 4:3. Monnet, dem ehemaligen Fribourger, gelang das erste Saisontor. Begünstigt wurde die Zürcher Wende durch das nachlässige Abwehrverhalten Gottérons. Bei allen drei Toren im Schlussabschnitt liessen die Freiburger Verteidiger ZSC-Stürmer im Slot gewähren.

Kloten beendete Rapperswils Serie

Das Schlusslicht Rapperswil-Jona musste nach drei Siegen in Serie wieder einmal eine Niederlage hinnehmen. Die Lakers verloren bei den Kloten Flyers 1:3, nachdem sie durch den Schweden Niklas Nordgren in Führung gegangen waren. Sven Lindemann brachte Kloten in der 54. Minute auf die Siegerstrasse, in dem er den Puck zum 2:1 über die Linie drückte. Beim Stand von 1:1 hatte PostFinance-Topskorer Stacy Roest eine grosse Chance vergeben.

Weiterer Dämpfer für Zug

In einer Partie zweier verunsicherter Teams gewann Genf-Servette in Zug 4:3 nach Verlängerung. Den goldenen Treffer erzielte Jean-Pierre Vigier nach 3:06 Minuten der Overtime. Vigier konnte bei der entscheidenden Szene von hinter dem Tor praktisch ungehindert in den Slot laufen und den Puck ins Gehäuse von Lars Weibel stochern. Der Zuger Goalie hatte bereits beim 3:3 (52.) eine unglückliche Figur gemacht, als er einen Schuss von Morris Trachsler nur ungenügend abwehrte und Paul Savary den Ausgleich ermöglichte. Die Genfer hatten zuvor durch zwei herrliche Treffer von Topskorer Juraj Kolnik bereits einen 0:2-Rückstand aufgeholt. Die Zuger erlitten im neunten Heimspiel der Saison die sechste Niederlage. Immerhin scheint der neuverpflichtete NHL-Crack Brad Isbister eine echte Verstärkung zu sein. Der Kanadier schoss die Tore zum 1:0 und 3:2, nachdem er schon am Vortag bei seiner Premiere gegen Biel einmal erfolgreich gewesen war.

si/str

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