Zum Hauptinhalt springen

Es läuft alles nach Plan für das Nationalteam

Die Schweiz schliesst beim Davoser Turnier die Vorrunde als Gruppensieger ab. Sie zieht damit direkt in die Halbfinals ein.

Vier Tore: Die Schweiz zieht direkt in die Halbfinals ein. Quelle: SRF

Das Team von Patrick Fischer bezwang nach dem 6:1 zum Auftakt gegen Dinamo Riga in seinem zweiten Spiel am Spengler-Cup den finnischen Vertreter Hämeenlinna PK ebenfalls souverän mit 4:0. Damit profitiert das Team von Nationalcoach Patrick Fischer am Davoser Traditionsturnier von einem weiteren Ruhetag. Die nächste Partie bestreitet die Schweiz am Samstagabend – und dabei handelt es sich bereits um den Halbfinal. Dort treffen die Schweizer entweder auf den Zweiten der Gruppe Cattini (Verlierer der Partie Team Canada - Davos vom Donnerstagabend) oder nochmals auf Hämeenlinna.

Brutales Ende: Der bedauernswerte HCD-Goalie kassiert acht Tore. (30. Dezember 2017)
Brutales Ende: Der bedauernswerte HCD-Goalie kassiert acht Tore. (30. Dezember 2017)
Melanie Duchene, Keystone
Der Begin des ersten Doppelschlags: Herzog (61) hat soeben das 3:3 erzielt, wenig später trifft Schlumpf zum 4:3.
Der Begin des ersten Doppelschlags: Herzog (61) hat soeben das 3:3 erzielt, wenig später trifft Schlumpf zum 4:3.
Gian Ehrenzeller, Keystone
Ein in jeder Beziehung geglücktes Comeback des Nationalteams am Spengler-Cup: Fischers Männer bezwingen Dinamo Riga am Ende verdient mit 6:1.
Ein in jeder Beziehung geglücktes Comeback des Nationalteams am Spengler-Cup: Fischers Männer bezwingen Dinamo Riga am Ende verdient mit 6:1.
Melanie Duchene, Keystone
1 / 41

Die Schweizer Leistung löste nicht mehr die grossen Emotionen aus wie am Dienstag gegen Dinamo Riga. Insbesondere im ersten Abschnitt liessen die Schweizer viel zu. HPK Hämeenlinna kam zu elf Torschüssen. In den übrigen fünf Dritteln an diesem Spengler Cup kamen die Schweizer Gegner nur zu einem (Hämeenlinna im zweiten Abschnitt) bis fünf Torschüssen (Dinamo Riga 3x). Auch in der Offensive zündeten die Schweizer nicht mehr ein Feuerwerk wie 48 Stunden vorher.

Finnische Schützenhilfe

Die wichtigen Tore, die das Geschehen für das Team Suisse beruhigten, entsprangen gravierenden finnischen Fehlern. Nach 14 Minuten sorgte ein finnischer Verteidiger mit einem viel zu euphorischen Entscheid in der Offensivzone dafür, dass Tristan Scherwey alleins aufs finnische Tor losziehen konnte. Und beim 2:0 nach 23 Minuten durch Captain Reto Schäppi schaffte es Verteidiger Matias Porseland gleich zweimal nicht, den Puck aus der Gefahrenzone zu spedieren. Schäppi fälschte anschliessend den Slapshot von Yannick Rathgeb unhaltbar ins Netz ab.

Danach dauerte es bis zur 51. Minute, ehe die Schweizer aus ihrer pausenlosen Überlegenheit weiter Kapital schlugen. Noah Rod gelang nach Vorarbeit von Damien Brunner und neuerlichen finnischen Puckverlusten in der eigenen Zone das 3:0. Das 4:0 erzielte Joel Vermin in der 54. Minute mit einem Schuss ins leere Tor.

Trotz allem auch Defizite

Trotz zehn Toren aus zwei Spielen und zehn verschiedenen Torschützen: Im Schweizer Spiel gab es auch Schatten. Antti Karjalainen, der Goalie Hämeenlinnas, wehrte 37 Schüsse ab und hielt sein Team bis zur 51. Minute im Spiel. Karjalainen ist bei HPK klar nur der Nummer-2-Torhüter. Die Effizienz beim Toreschiessen – am Dienstag noch eine Schweizer Stärke – liess diesmal Wünsche offen.

Auch beim Spiel in Über- und Unterzahl machte Coach Patrick Fischer Defizite aus. Aus fünf Powerplay-Chancen resultierte erneut kein Tor. In vier von fünf Partien in dieser Saison gelang dem Schweizer Nationalteam kein Überzahltor. In Davos versuchten sich die Schweizer schon zehn Mal erfolglos im Powerplay. Dabei erachten die Schweizer ein starkes Powerplay als zwingend für alle Olympia-Erfolgsmeldungen im Februar.

Schweiz - Hämeenlinna PK 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) Davos. - 6300 Zuschauer (ausverkauft). - SR Eichmann/Wehrli (SUI), Borga/Kovacs (SUI/HUN). - Tore: 14. Scherwey (Schlumpf, Geering) 1:0. 23. Schäppi (Rathgeb, Genazzi) 2:0. 51. Rod (Brunner) 3:0. 54. Vermin (Ausschluss Hollenstein!) 4:0 (ins leere Tor). - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 8mal 2 Minuten gegen HPK Hämeenlinna. Schweiz: Boltshauser; Untersander, Blum; Geering, Schlumpf; Rathgeb, Genazzi; Sutter, Kreis; Praplan, Cunti, Hollenstein; Hofmann, Fazzini, Suter; Schäppi, Bodenmann, Scherwey; Rod, Vermin, Brunner. Hämeenlinna: Karjalainen; Lindgren, Porseland; Laavainen, Nikkila; Almari, Karjalainen; Latvala, Niemelanden; Viitaluoma, Lahti, Vincour; Lehtonen, Palve, Ruokonen; Paajanen, Kainulainen, Kuusisto; Turtiainen, Maansaari, Sillanpaa. Bemerkungen: Schweiz ohne Genoni (Ersatztorhüter), Diaz, Fora, Herzog, Richard und Martschini (alle überzählig) - 31. Lattenschuss Praplan.

Gruppe Torriani: Rangliste: 1. Schweiz 2/6 (10:1). 2. Dinamo Riga 2/2 (5:9). 3. HPK Hämeenlinna 2/1 (3:8).

SDA/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch