Schläpfer: «Eigentlich ging das gar nicht mehr»

Drei Monate nach seiner Freistellung beim EHC Biel gibt Kevin Schläpfer zu, dass er seinen Posten schon früher hätte räumen sollen. «Aber ich bin halt nicht der Typ, der aufgibt.»

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«Wenn ich zurückdenke, welche Schmerzen ich hatte beim Coachen oder dass ich nicht aufs Eis gehen konnte, muss man sagen, das ging eigentlich gar nicht mehr.» Ehrliche Worte von Kevin Schläpfer, die der Ex-Trainer des EHC Biel in einer Talksendung im Regionalfernsehen TeleBielingue äussert. «Darum war das schon richtig», sagt er und meint seine Freistellung Mitte November.

«Es geht mir gut»

Drei Monate sind seither vergangen, drei Monate, in denen sich Schläpfer gemäss eigener Aussage mit Heimwerker-Arbeiten habe ablenken können. «Es geht mir gut», sagt der Baselbieter, sowohl mental – «schön zu sehen, dass es dem EHCB gut läuft» – als auch in Bezug auf seine Knieverletzung, die er sich letzten Sommer beim Tennis zugezogen und die überhaupt am Ursprung seiner Leidenszeit gestanden hatte.

«Aber ich bin halt nicht der Typ, der aufgibt», sagt der 47-Jährige weiter. Und so habe er auch mit seinem letzten Tipp für den Bieler Eishockeyclub Recht gehabt: «Ich habe am Ende selbst zu Stoney (Sportchef Martin Steinegger) und (Geschäftsführer) Daniel Villard gesagt, dass wir eine Lösung finden müssen.»

Headcoach, Sportchef, Nachwuchs?

Sobald das Knie wieder voll belastbar ist, wolle er auch wieder an die Bande, so Schläpfer. Dabei zieht er so manche Funktion in Betracht: «Natürlich reizt mich die NLA, dort wird einfach das beste Hockey gespielt. Ich denke aber auch gerne an meine Zeit als Sportchef (beim EHC Biel) zurück: Man steht im Hintergrund und ist trotzdem ganz nah dabei.»

Selbst den Nachwuchsbereich könne er sich vorstellen, weil es «lässig» sei, ohne medialen Druck mit motivierten Kids zu trainieren. Bei seinen Ausführungen strahlen Schläpfers Augen aber am meisten, wenn er von der NLA spricht. Und der Nationalmannschaft: «Das ist sicher nach wie vor ein Traum.» Im Oktober 2015 hatte ihn der Verband holen wollen, doch der EHC Biel verweigerte die Freigabe.

Vorerst aber konzentriert sich Schläpfer auf seine Genesung. Am Freitag gegen Servette sei er zum ersten Mal wieder in Biel im Stadion: «Ich wünsche mir, dass der EHC Biel bis in den Playoff-Halbfinal kommt. Das Zeug dazu hat die Mannschaft auf jeden Fall.» (mb)

Erstellt: 16.02.2017, 10:43 Uhr

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