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Schwacher Auftritt des SC Langenthal

Langenthal zeigt gegen den HC Thurgau eine schwache Leistung und wird dafür bestraft. Das 2:5 resultiert aus einem schwachen Start und der Tatsache, dass der SCL keinen Weg fand, das Spiel zu verändern.

Leroy Ryser
In der Defensive: Langenthals Torhüter Mathis und Topskorer Kelly gegen Thurgaus Andersons.
In der Defensive: Langenthals Torhüter Mathis und Topskorer Kelly gegen Thurgaus Andersons.
Manuel Zingg

Es war ein Akt der Frustration, als Yves Müller in der 45. Minute seinen Stock dem Plexiglas entgegendrosch. Wenige Sekunden zuvor hatte der SC Langenthal eine Scheibe in der Angriffsbewegung verloren und offerierte dem Gegner eine zwei-gegen-eins-Chance, welche dieser nicht verwertete.

Die Situation darf durchaus als Symbolbild für eine verkorkste Partie genommen werden. Thurgau war energisch und willig, während Langenthal Fehler zu Hauf produzierte und insbesondere in der Defensive mit zahlreichen Stellungsfehlern auffiel.

Die gegnerischen Angreifer gingen dadurch gleich mehrfach alleine auf das Tor zu, so auch Toms Andersons, der in Unterzahl entwischte, nachdem Yves Müller beim Stoppen eines Pucks ausgerutscht war und seinen Gegner passieren lassen musste. Just als diese Überzahlsituation der Langenthaler vorbei war, setzte Andersons zum Schuss an und traf – es war der negative Höhepunkt in einem von einem SCL-Fehlstart geprägten Drittel.

Nach zwei Minuten hatte nämlich Andri Spiller mit einem völlig harmlosen Flachschuss zum 1:0 getroffen, Andersons schoss derweil in einem Gewühl vor SCL-Torhüter Marco Mathis das 2:0 (6.), und nach einem Anschlusstor von Stefan Tschannen (8.) traf Andersons mit ebendiesem Fast-Shorthander zum 3:1.

Wer auf eine deutliche Reaktion der Langenthaler wartete, wurde enttäuscht. Erneut happerte bei Gelb-Blau der Start, wohl auch weil Thurgau nicht gleich alles mit sich machen liess. Immerhin kamen die Langenthaler dem Tor in der Folge näher, die Schüsse wurden zahlreicher, bis ihr Rhythmus wegen mehreren Strafen zu brechen drohte.

Ausgerechnet als eine Strafe gegen Stefan Tschannen ablief, kam dieser aus der Box, lief alleine aufs Tor zu und verwandelte seinen zweiten Alleingang mit einem Schuss an Janick Schwendener vorbei ins Tor. Die Hoffnungen, die aufkeimten, wurden aber erneut früh in den Wind geschossen, traf Thurgau-Topskorer Jaedon Descheneau doch kurz nach Drittelstart Nummer drei alleinstehend (!) vor dem Tor zum 4:2. Zu diesem Zeitpunkt waren nur gerade 44 Sekunden im neuen Abschnitt gespielt.

Eine Menge Ärger

Langenthal war bemüht, mit der Brechstange die Partie zu wenden. Die Bemühungen glichen im Schlussabschnitt aber vielmehr einem Geknorze als erfolgsversprechenden Versuchen. «Du drückst lange, dann kommen unser erster Einsatz im Schlussdrittel und das Tor. Das war der Killermoment», sagte Stefan Tschannen.

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