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Schweizer Talente im Schaufenster

Im Zuchwiler Sportzentrum messen sich auch in dieser Altjahrswoche fünf U-18-Teams am tradi­tionellen Fünfländerturnier.

Reto von Arx kümmert sich in Zuchwil ums Schweizer U-18-Team.
Reto von Arx kümmert sich in Zuchwil ums Schweizer U-18-Team.
Marcel Bieri

Zuchwil ist seit Jahren die Adresse für internationale Vergleiche auf Juniorenstufe. Und Zuchwil ist auch immer wieder ein beliebter Treffpunkt der Eishockeyscouts. Die Späher, in Europa meistens im Auftrag einer NHL-Vereinigung unterwegs, suchen auch an diesem Anlass nach neuen Talenten für die Profiligen.

Lange nicht jeder wird dabei einen Sturmlauf wie der im Sommer von den New Jersey Devils als Nummer 1 gedraftete Walliser Nico Hischier hinlegen. Gegenwart und Vergangenheit haben aber aufgezeigt, dass die Weichen für eine nationale oder gar internationale Spielerkarriere in der Regel schon sehr früh gestellt werden.

WM-Silber als Höhepunkt

2001 hat die Schweizer U-18-Auswahl die WM in Helsinki sensationell mit dem Gewinn der Silbermedaille abgeschlossen. Man war mit diesem Ergebnis den Spitzennationen sehr, sehr nahe gekommen.

Doch in den letzten Jahren mussten sich die Schweizer in der Weltrangliste wieder mit bescheideneren Klassierungen begnügen. Das möchte die Verbandsspitze nur allzu gerne wieder ändern. Mit den früheren Spielergrössen Reto von Arx (41) und Samuel Balmer (49) hat man zwei Vorbilder für die Teamführung geholt.

Von Arx hat für das Turnier in Zuchwil vom mit der U-20-Auswahl an der WM in Buffalo weilenden Thierry Paterlini die Position des Chefcoachs übernommen. Die erste Partie gegen die nicht zu den Topnationen gehörenden Deutschen verloren die Schweizer am Starttag mit 3:6, gestern gegen die Slowakei resultierte ein 4:2-Erfolg.

Im aktuellen Team, das personell etwas anders besetzt ist als jenes, das Anfang Dezember in Kanada gespielt hat, stehen acht Akteure aus Berner Klubs. «Wir haben einen Kreis von 30 bis 40 Spielern, die für die WM im nächsten Frühjahr in­frage kommen.

Jeder kriegt die Chance, sich für ein Aufgebot zu empfehlen. Da die jungen Spieler auch in ihren Klubs gefordert sind, gibt es bei den Teamzusammenzügen auch Rotationen», sagt Reto von Arx.

Aufschlussreicher Vergleich

Mit den Teams aus Finnland, Tschechien und der Slowakei treffen die Schweizer in Zuchwil auch auf drei Nationen, die an der WM im April 2018 in Tscheljabinsk und Magnitogorsk in der Parallelgruppe an den Start gehen.

Auf die Schweizer warten in der A-Gruppe mit Kanada, den USA, Schweden und Weissrussland mindestens drei hochkarätige Gegner.

Bis es so weit ist, steht für den Schweizer Nachwuchs noch viel Arbeit an, denn allein schon die Qualifikation für die Viertelfinals ist gemessen an den gemachten Erfahrungen in den vergangenen Jahren keine Selbstverständlichkeit.

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