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Sechskampf in der Swiss League

Am Mittwoch beginnt die Saison in der Swiss League. Olten und Rapperswil-Jona wollen aufsteigen. Nach dem Aus von Martigny haben sich die besten Kräfte auf die Topteams der Liga verteilt.

In Jubelpose will sich der SC Langenthal auch in dieser Saison zeigen.
In Jubelpose will sich der SC Langenthal auch in dieser Saison zeigen.
Marcel Bieri

Es scheint wie eine Flucht nach vorne zweier Teams: Der EHC Olten und die Rapperswil-Jona Lakers haben für die Saison 2017/2018 zahlreiche Spieler mit teilweise grossen Namen verpflichtet. Geld regiert zwar die Welt, im Sport garantiert es aber keinen Erfolg und keinen Aufstieg. Auch nicht in der zweithöchsten Schweizer Eishockeyliga, die neu Swiss League heisst.

Nach dem finanziell bedingten Ausstieg von Martigny wurden die besseren Spieler der Walliser auf die Topteams verteilt, sodass die Spitze der Liga wohl noch härter umkämpft sein wird. Es läuft – wie in der letzten Saison – darauf hin­aus, dass um den Meistertitel ein Sechskampf zwischen Rapperswil, Olten, La Chaux-de-Fonds, Visp, Ajoie und Titelverteidiger Langenthal entstehen wird. Zwar haben Teams wie Thurgau und die EVZ Academy in der Saisonpause gute Arbeit geleistet, an die Top 6 kommen diese Teams aber weiterhin nicht heran.

Kaderbreite als Trumpf

Einen Transfersieger zu benennen, ist dadurch leicht und dennoch schwer. Ist es der EHC Olten, der mit Stürmer Stanislav Horansky, Torhüter Simon Rytz und den beiden Ex-NHL-Stürmern Ryan Vesce und Tim Stapleton als Ausländer bekannte Namen verpflichtet und die Offensive sowie den Torhüterposten deutlich besser ausgestattet hat?

Oder sind es die Rapperswil-Jona Lakers, welche das Kader massiv verbreitert haben und mit Spielern wie Frederic Iglesias (Martigny, Ex-NLA), Sven Berger (Ambri-Piotta), Sven Lindemann (SCL Tigers) und Josh Primeau (Langenthal) an Klasse, aber auch an Grösse und Stärke zugelegt haben?

Fakt ist, dass der Titel des Transfersiegers unter diesen beiden Teams ausgemacht wird. Ajoie konnte mit punktuell starken Offensivtransfers – Arnaud Montandon (Langenthal), Philipp Wüst (Olten), Melvin ­Merola (Martigny) und Reto Schmutz (Rapperswil) – qualitativ ähnlich zulegen. Andere Teams haben keine Chance auf den Transfersiegertitel.

Starke Verteidigung

Ist die Titelverteidigung für den SC Langenthal damit ein Ding der Unmöglichkeit? Keinesfalls. Die Oberaargauer werden weiterhin in der Verteidigung zu den besten Teams gehören, ausserdem haben sie mit ihrem Topsturm rund um Captain Stefan Tschannen, Jeff Campbell und Brent Kelly Punktegaranten in ihrer Mannschaft. Dazu kommen punktuell gute Verstärkungen, welche trotz einzelnen Abgängen das Kader ausgeglichen erscheinen lassen.

Geschlafen haben aber auch die zwei letzten Co-Favoriten nicht. Visp hat in Norwegen zwei neue Ausländer gefunden, die in der letzten Saison zusammen im gleichen Team brilliert haben. Mit Lukas Meili und Reto Lory verfügen die Walliser zudem über ein überdurchschnittlich gutes Torhüterduo.

La Chaux-de-Fonds verstärkte sich in der Offensive punktuell und hat mit John McFarland einen neuen Ausländer mit interessanter Laufbahn verpflichtet. Der talentierte Stürmer (Nummer 33 im NHL-Draft 2010) hat seine Ambitionen wie auch der HCC selbst noch nicht erfüllen können.

Obwohl Olten und Rapperswil in den meisten Prognosen als Favoriten eingeschätzt werden, müssen sich ihre Aufstiegsträume nicht automatisch erfüllen. In Lauerstellung stehen mehrere Teams. Und Langenthal kennt die Rolle als lachender Dritte mittlerweile nur zu gut.

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