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Sieg in letzter Sekunde

59:59 zeigte die Matchuhr, als Ryan Gardner den SC Bern mit seinem Tor zum 4:3 gegen Ambri-Piotta doch noch jubeln liess.

SCB-Topscorer Martin Plüss dreht nach dem 1:2-Anschlusstreffer ab zum Jubeln, mit ihm seine Teamkameraden Pascal und Alain Berger (von links).
SCB-Topscorer Martin Plüss dreht nach dem 1:2-Anschlusstreffer ab zum Jubeln, mit ihm seine Teamkameraden Pascal und Alain Berger (von links).
Keystone
Ryan Gardner und Christoph Bertschy (am Boden) versuchen, Ambris Lukas Lhotak aufzuhalten.
Ryan Gardner und Christoph Bertschy (am Boden) versuchen, Ambris Lukas Lhotak aufzuhalten.
Keystone
Die Erlösung kam mit der Schlusssirene: Ryan Gardner (rechts) hatte Sekundenbruchteile zuvor das 4:3 erzielt. Seine Kollegen Marc-Andre Gragnani und Byron Ritchie reissen die Arme hoch.
Die Erlösung kam mit der Schlusssirene: Ryan Gardner (rechts) hatte Sekundenbruchteile zuvor das 4:3 erzielt. Seine Kollegen Marc-Andre Gragnani und Byron Ritchie reissen die Arme hoch.
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Martin Plüss war mit vier Skorerpunkten die Figur des Abends. Plüss ist der smarte Kopf der formstärksten Equipe der Liga. Der 37-Jährige lenkt den Koloss seit Monaten im imposanten Stil. Im 814. Meisterschafts-Einsatz war der Berner Vorarbeiter an allen vier Toren beteiligt. Nach 37 Runden ist der Altmeister bei 40 Skorerpunkten angelangt - diese Marke hat er in 17 Saisons auf höchster nationaler Ebene bisher nur dreimal übertroffen.

Vor Selbstvertrauen strotzend

Er steht wie kein Zweiter für den markanten Aufschwung des Klubs, der im letzten Jahr das Verpassen der Playoffs zu verdauen hatte und von allein Seiten mit Spott und Häme übergossen wurde. Mit welchem Selbstvertrauen die Berner aber inzwischen ausgestattet sind, demonstrierten sie in dieser Woche in eindrücklicher Manier.

Im Cup-Halbfinal beanspruchten sie gegen die starken Lions 22 Sekunden vor Schluss das letzte Wort, im intensiven Duell mit dem EVZ erzwangen sie nach einem ähnlichen Fehlstart wie gegen Ambri (0:2 nach 245 Sekunden) den Umsturz in der 57. Minute. Und gegen die hartnäckigen Tessiner sorgte Plüss mit einem von Ryan Gardner abgefälschten Slapshot in vorletzter Sekunde für die Schlusspointe.

Schlüsselspieler brachte die Wende

Bei der Wende vom 0:2 zum 4:3 spielte Plüss all seine Qualitäten aus - Cleverness, Puckkontrolle, Präzision, Schussstärke. Mit dem 1:2 in der 16. Minute bremste er die euphorischen Gäste, das wegweisende 2:2 Loichats bereitete Plüss magistral vor. Und als Ambri sich auf Kurs wähnte, die siebte Auswärtsniederlage gegen den SCB abzuwenden, legte der aktuell dominanteste NLA-Professional mit Schweizer Pass abermals sein Veto ein.

Bern - Ambri-Piotta 4:3 (1:2, 2:0, 1:1)

16'661 Zuschauer. - SR Eichmann/Prugger, Fluri/Borga. - Tore: 3. (2:20) Steiner (Lauper, Zgraggen) 0:1. 3. (2:42) Lhotak (Dostoinov) 0:2. 16. Plüss (Gragnani) 1:2. 24. Loichat (Plüss, Furrer) 2:2. 28. Plüss (Gragnani/Ausschluss Gautschi) 3:2. 44. Steiner (Bianchi) 3:3. 60. (59:59) Gardner (Plüss/Ausschluss Lauper) 4:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen den SCB, 3mal 2 plus 10 Minuten (Pestoni) gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Plüss; Aucoin.

Bern: Bührer; Randegger, Blum; Jobin, Furrer; Kreis, Gragnani; Jung; Pascal Berger, Gardner, Joensuu; Bertschy, Plüss, Alain Berger; Moser, Ritchie, Ruefenacht; Loichat, Cloutier, Müller.

Ambri-Piotta: Masalskis; Gautschi, Kobach; Chavaillaz, Birbaum; Trunz, Sidler; Zgraggen, Grieder; Steiner, Hall, Lauper; Pestoni, Aucoin, Giroux; Duca, Schlagenhauf, Bianchi; Dostoinov, Fuchs, Lhotak.

Bemerkungen: SCB ohne Scherwey (gesperrt), Holloway, Schaefer, Gerber, Krueger, Kobasew, Reichert, Dufner (alle verletzt), Ambri-Piotta ohne O'Brian, Lüthi, Grassi, Stucki, Zurkirchen, Bouillon, Flückiger (alle verletzt). 20. (19:28) Pfostenschuss von Trunz (Ambri). Aucoin im zweiten Drittel verletzt ausgeschieden. 59. Timeout von Bern.

si/mb

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