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Sorgenkinder SCB und EVZ finden aus der Krise

Der SC Bern schlägt im Derby den EHC Biel 3:1 und hievt sich wieder über den Strich in der NLA. Der EV Zug setzt sich gegen den HC Davos knapp 3:2 durch.

Revanche gelungen: Martin Plüss (M.) und der SCB setzten sich diesmal gegen den EHC Biel durch.
Revanche gelungen: Martin Plüss (M.) und der SCB setzten sich diesmal gegen den EHC Biel durch.
Keystone

Vor einer Woche hatte Antti Törmänen seinen Job als Trainer des SC Berns nach einer 1:4-Heimniederlage gegen den EHC Biel und einer blamablen Leistung seines Teams verloren. In der Revanche vermochte der Meister zwar erneut nicht zu glänzen, rückte die Hierarchien mit dem zweiten Sieg im vierten Derby dieser Saison wieder einigermassen zurecht.

Special-Teams entschieden

Die Entscheidung führten die Berner in den Special-Teams-Situationen herbei: PostFinance-Topskorer Byron Ritchie erzielte im Powerplay das 1:0 (12.) und Tristan Scherwey mit einem Shorthander die neuerliche Führung zum 2:1. Den Schlusspunkt mit seinem zweiten Treffer setzte Ritchie, der 21 Sekunden vor dem Ende ins verlassene Bieler Tor einschob.

Für den SCB war es erst der dritte Auswärtssieg in dieser Saison. Seit der Freistellung von Törmänen spielen die Berner vor allem defensiv wieder überzeugender. In den drei Partien unter Leuenberger kassierten sie nur gerade drei Tore.

Biel, das einmal mehr zu viele Chancen ausliess, hatte sich die Niederlage zu einem gewissen Grad selbst zuzuschreiben. Im Mitteldrittel konnten sie zweimal in doppelter Überzahl antreten. Sie stellten sich aber zu umständlich an. Bezeichnend auch der zweite Gegentreffer: Biel produzierte im Powerplay ein "Icing", Berns Ryan Gardner gewann das darauf folgende Bully vor Lukas Meili und spielte auf Scherwey, der aus dem Slot heraus traf.

Der EVZ nähert sich dem Strich

Der EV Zug feiert den dritten Sieg innerhalb einer Woche und kommt den Playoff-Plätzen näher. Gegen Davos zittern sich die Innerschweizer nach zwei Rückständen zu einem 3:2-Erfolg.

Der erste Sieg im dritten Duell in dieser Saison war für den EVZ ein wichtiger: Die Zuger bleiben zwei Punkte hinter Bern, das (mit einem Spiel mehr) nun über dem Strich klassiert ist. Die Entscheidung führte ausgerechnet ein ehemaliger Davoser herbei: Santeri Alatalo erzielte in der 49. Minute mit seinem zweiten Saisontreffer den Siegtreffer.

Vierte Davoser Niederlage in Folge

Davor mussten die Zuger zweimal einem Rückstand hinterher rennen. Dino Wieser kurz vor der ersten Pause und Perttu Lindgren, der am Vortag seinen Vertrag in Davos bis 2016 verlängert hatten, schossen den HCD zweimal in Führung. Josh Holden (25.) und Robbie Earl (38.) glichen jeweils wieder aus. Das Team von Trainer Doug Shedden wurde damit für seinen Aufwand belohnt. Gemessen an den Chancen hätte der EVZ bereits nach zwei Dritteln führen müssen.

Der ehemalige Tabellenerste Davos liegt zwar weiterhin nur vier Punkte hinter Leader Fribourg, verlor nun aber bereits zum vierten Mal in Folge. Drei dieser Niederlagen endeten allerdings nur mit einem Tor Differenz. Auch in Zug standen die Bündner zumindest einem Punktgewinn sehr nahe. Der Schwede Marcus Paulsson, der vor seiner Auszeit aus privaten Gründen Tore am Laufmeter produziert hatte, erzielte auch im zweiten Spiel nach seiner Rückkehr keinen Skorerpunkt.

NLA, 28. Runde: Biel - Bern 1:3 (0:1, 1:1, 0:1) Eisstadion. - 5013 Zuschauer. - SR Reiber/Rochette, Bürgi/Zosso. - Tore: 12. Ritchie (Roche, Jobin/Ausschlüsse Martin Ulmer, MacMurchy) 0:1. 23. Gaëtan Haas (MacMurchy, Herburger) 1:1. 36. Scherwey (Gardner/Ausschluss Jobin!) 1:2. 60. (59:39) Ritchie (Domenichelli) 1:3 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 8mal 2 Minuten gegen Bern. - PostFinance-Topskorer: Spylo; Ritchie. Biel: Meili; Fey, Gossweiler; Cadonau,, Bell; Trutmann, Gloor; Christian Moser; Marc Wieser, Kellenberger, Burkhalter; Beaudoin, Peter, Spylo; MacMurchy, Gaëtan Haas, Herburger; Martin Ulmer, Kamber, Tschantré; Wetzel. Bern: Bührer; Roche, Beat Gerber; Kinrade, Kreis; Jobin, Wellinger; Krueger; Pascal Berger, Ritchie, Domenichelli; Bertschy, Martin Plüss, Olesz; Vermin, Gardner, Scherwey; Alain Berger, Rubin, Rüthemann; Loichat. Bemerkungen: Biel ohne Untersander, Ehrensperger und Hänni, Bern ohne Philippe Furrer, Dostoinow (alle verletzt), Flurin Randegger (krank), Lehtonen und Weisskopf (beide überzählig). Timeouts Bern (31.) und Biel (59:05). Biel von 59:20 bis 59:39 ohne Torhüter.

Zug - Davos 3:2 (0:1, 2:1, 1:0) Bossard Arena. - 6607 Zuschauer. - SR Kurmann/Stricker, Espinoza/Kohler. - Tore: 20. (19:12) Dino Wieser (Bürgler) 0:1. 25. Holden (Schremp/Ausschluss Ambühl) 1:1. 35. Lindgren (Guggisberg, Back) 1:2. 38. Earl (Holden, Suri/Ausschluss Paulsson) 2:2. 49. Alatalo (Schremp) 3:2. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zug, 7mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Suri; Paulsson. Zug: Kilpeläinen; Chiesa, Ramholt; Patrick Fischer, Alatalo; Simon Lüthi, Blaser; Schmuckli; Suri, Holden, Casutt; Earl, Schremp, Fabian Schnyder; Martschini, Fabian Sutter, Sven Lindemann; Christen, Diem, Bertaggia; Lammer. Davos: Noronen; Paschoud, Forster; Back, Koistinen; Jan von Arx, Grossmann; Profico, Schneeberger; Bürgler, Ambühl, Dino Wieser; Guggisberg, Lindgren, Paulsson; Corvi, Samuel Walser, Hofmann; Ryser, Rizzi, Sieber. Bemerkungen: Zug ohne Erni (verletzt) und Hutchinson (überzähliger Ausländer), Davos ohne Genoni, Sciaroni, Schommer, Guerra (alle verletzt), Reto von Arx (krank) und O'Connor (überzähliger Ausländer). Timeouts Zug (35.) und Davos (54.). Davos von 58:31 bis 59:53 und ab 59:58 ohne Torhüter.

si/fal

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