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Viel Tamtam und ein Tänzchen

Zum siebten Mal werden sich der SC Bern und Servette im Playoff gegenüberstehen. Der SCB hat noch keine Serie verloren.

Im Viertelfinal 2003 setzten sich die Berner mit Martin Steinegger (oben) gegen Servette mit Cyrill Pasche mit 4:2 durch.
Im Viertelfinal 2003 setzten sich die Berner mit Martin Steinegger (oben) gegen Servette mit Cyrill Pasche mit 4:2 durch.
Keystone
2004 hext Marco Bührer die Mutzen in den Final – nach vier Partien hiess es 4:1 für Bern.
2004 hext Marco Bührer die Mutzen in den Final – nach vier Partien hiess es 4:1 für Bern.
Keystone
17:3 Tore in insgesamt fünf Partien: Im Viertelfinal 2018 waren die Genfer für Eric Blum & Co. kaum eine Hürde.
17:3 Tore in insgesamt fünf Partien: Im Viertelfinal 2018 waren die Genfer für Eric Blum & Co. kaum eine Hürde.
Raphael Moser
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2003, Viertelfinal, 4:2

Im ersten Vergleich zwischen Bern und Servette ging es auch um Transfers und Rekurse. Gottéron verpasste das Playoff und lieh drei Spieler nach Genf aus (Goalie Mona, Verteidiger Marquis, Stürmer Howald). Die Transfers wurden vom Einzelrichter annulliert, weshalb im Genfer Tor Ajoies Ersatzkeeper Bochy stand. Der SCB gewann die ersten Spiele klar (7:0, 5:2). Danach erhielt Mona nach einem Rekurs die Spielberechtigung. Die Berner wurden nervös, CEO Lüthi prüfte vor dem Zivilgericht eine einstweilige Verfügung. Am Ende gewann der Favorit die Serie mit 4:2 Siegen.

2004, Halbfinal, 4:1

In Spiel 1 setzte Berns Haudegen Schrepfer den Genfer Topskorer Petrow mittels Stockschlag ausser Gefecht, was Coach McSorley in Rage brachte. Beim Gästetrainer brannten die Sicherungen durch: Er malträtierte die Bandentür, überschüttete Schiedsrichter Kurmann mit einem Eimer voller Fluchwörter und musste die Spielerbank verlassen. In einer Serie mit vielen Fouls, total 387 Strafminuten (allein 188 im vierten Match) und sieben Spieldauerdisziplinarstrafen setzte sich der spätere Meister 4:1 durch.

2007, Viertelfinal, 4:1

SCB-Coach van Boxmeer holte eigens fürs Playoff den Kanadier Perrott nach Bern. Dessen Referenz aus der NHL: 89 Spiele, 9 Punkte, 68 Kämpfe, 251 Strafminuten. Van Boxmeer stellte den Flügel zwar aufs Matchblatt und beorderte ihn zwecks Einschüchterung aufs Eis – aber jeweils nur beim Aufwärmen. Und so lief Perrott wie ein Wachhund die Mittellinie rauf und runter. Zum Einsatz kam er nie. Der SCB gewann auch so, 4:1.

2010, Final, 4:3

Zum zweiten Mal in der Geschichte erreichte Servette den Final. Der SCB war in den ersten Partien überlegen, führte 3:1, während Genf vor allem mit Strafen und Déruns’ Airhook-Tor für Schlagzeilen sorgte. Doch Bern zeigte Nerven, verlor zu Hause 2:3 nach Verlängerung und auswärts 1:2. Im Entscheidungsspiel wurde Jobin zum Meisterschützen. Der SCB gewann die Partie 4:1 und erstmals seit Einführung des Playoff zu Hause den Titel.

2013, Viertelfinal, 4:3

Bern geriet gegen McSorleys Auswahl 1:3 in Rücklage und stand vor dem Aus. Zum Helden avancierte Ritchie: Der Kanadier traf in der Verlängerung von Spiel 5 (2:1) und führte Bern im Schlussdrittel von Spiel 6 mit zwei Toren vom 1:3 zum 3:3. Im Penaltyschiessen reüssierte einzig Rubin. Danach war Servettes Widerstand gebrochen. Für Amüsement und Ärger zugleich sorgten McSorley und Genfs Agent Provocateur Picard. Dieser wurde im fünften Match von Gardner mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen. McSorley «organisierte» kurzerhand ein Arztzeugnis, welches Picard eine Hirnerschütterung zuschrieb – so wurde Gardner gesperrt. Und Picard? Der empfing die Berner zum nächsten Spiel mit breitem Grinsen. Dazu übte er mit einem Fussball eifrig Kopfbälle.

2018, Viertelfinal, 4:1

Es war die erste Serie ohne Hitzkopf McSorley. Unter Coach Woodcroft war Servette äusserst harmlos. Bern totalisierte nach drei Partien ein Torverhältnis von 17:3! In der vierten Begegnung holte Servette den ersten Sieg. Das musste entsprechend gefeiert werden, und so schwangen sich Stürmer Richard und Verteidiger Petschenig nach dem Spiel im McSorley’s Pub auf den Tresen und tanzten mit einem Drink in der Hand. Eine Partie später war ausgetanzt, die Saison für die Servettiens vorbei.

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