Viele neue Gesichter und ein alter Bekannter

Der SC Langenthal hat am Montag in Huttwil das Eistraining aufgenommen.

Philippe Seydoux (Mitte) präpariert seinen Stock.

Philippe Seydoux (Mitte) präpariert seinen Stock.

(Bild: Raphael Moser)

Es ist in jedem Jahr ein bisschen dasselbe: Im ersten Eistraining eines Teams wird viel gelaufen, rasch will man sich an die Unterlage, das teilweise neue Material und die Puckkontrolle gewöhnen, um möglichst bald den nächsten Schritt einzuleiten. «Heute ist Eingewöhnungszeit», sagt deshalb auch Langenthals neuer Trainer Jeff Campbell, den Fokus habe er in der ersten Einheit deshalb vor allem auf das Laufen und das Scheibespielen gelegt.

«System und Taktik sind Dinge, die dann später kommen», meint der Kanadier. Auch für Stefan Tschannen hat sich das erste Training von den Starts in anderen Jahren persönlich nur wenig unterschieden. «Zuerst macht man ein paar Schritte und schaut mal, was einem wo wehtut», sagt der SCL-Captain und lacht. Das eine oder andere am Material müsse meist noch justiert werden, das gehöre jährlich dazu. «Ich habe heute neue Einlagen probiert. Ich brauche jährlich vier Paar Schlittschuhe und hoffe, die Abnützung so reduzieren zu können», erklärt der 35-Jährige.

Gut angefühlt habe es sich zwar. Die Schmerzen seien aber unerträglich gewesen, sodass klar ist, dass sogleich hier die erste Materialjustierung in den nächsten Tagen folgen dürfte. Als die Einlagen dann weg waren, überzeugte der Stürmer immerhin schon wieder. Beim Abschlussmatch gelang es ihm doch gleich auf Anhieb, die gegnerische Verteidigung mustergültig auszuspielen und eine Torchance zu kreieren.

Neuer «Kreis im Kreis»

Das Training ist ähnlich, die Zusammensetzung des Teams hat sich hingegen deutlich verändert. Im Vergleich zur letztjährigen Meisterequipe sind nur noch wenige bekannte Gesichter geblieben. «Ein bisschen speziell ist es schon», sagt denn auch Stefan Tschannen. Er habe sich zwar den Sommer hindurch schon ein bisschen daran gewöhnen können, restlos gelungen sei es ihm aber noch nicht. Gerade der «Kreis im Kreis», der Kern der Führungsspieler des SC Langenthal, müsse nun neu gebildet werden.

Die herzliche Art vermisst

Gleich doppelt auf das erste Training gefreut hat sich Philippe Seydoux. Für ihn war es die erste Einheit nach der Rückkehr zum SCL, nach drei Jahren in Langnau und Kloten. «Es ist wirklich schön, wieder hier zu sein. Ich habe die herzliche Art vom Staff und von den Mitspielern hier vermisst», sagt er. Hier könne er die Begeisterung für den Sport wieder leben. Bereits am Donnerstag findet für den SCL dann das erste Testspiel in und gegen Huttwil statt.

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