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Der SCB sendet ein Lebenszeichen

Kossmann kommt bei seinem Heimdebüt zu einem knappen 3:2-Sieg gegen die SCL Tigers. Biel und Genf gewinnen ihre Partien.

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SC Bern - SCL Tigers 3:2Der Meister lebt. Er gewinnt das kapitale Derby gegen die Tigers knapp, aber verdient.
SC Bern - SCL Tigers 3:2Der Meister lebt. Er gewinnt das kapitale Derby gegen die Tigers knapp, aber verdient.
Marcel Bieri, Keystone
EHC Biel - HC Lugano 5:3Biel jubelt, Lugano taumelt. In einer animierten Partie behaupten die Seeländer ihren 6. Platz vor den Ticinesi.
EHC Biel - HC Lugano 5:3Biel jubelt, Lugano taumelt. In einer animierten Partie behaupten die Seeländer ihren 6. Platz vor den Ticinesi.
Peter Klaunzer, Keystone
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Am Anfang bedankten sich die SCB-Fans mit ein paar netten finnischen Wörtern bei Kari Jalonen. Immerhin hatte der Finne ihnen zwei rauschende Meisterfeiern beschert, bevor er am Dienstag seinen Posten räumen musste. Das, was die 17'016 Zuschauer in der beinahe ausverkauften Postfinance-Arena danach zu sehen bekamen, erinnerte nicht mehr so sehr an typisches «Jalonen»-Eishockey. Der SCB betrieb nämlich ein ziemlich aggressives Forechecking, setzte die Langnauer damit früh unter Druck. Das zahlte sich aus: Inti Pestoni brachte die Berner nach 13 Minuten mit einem Ablenker in Führung.

Tigers-Ausgleich zählt nicht

Unmittelbar nach der ersten Pause erhöhte Jan Mursak nach einer sehenswerten Kombination im Powerplay auf 2:0. Die Führung der Gastgeber ging in Ordnung - aber die Emmentaler reagierten. Ben Maxwell traf nach herrlichem Backhand-Pass Aaron Gagnons zum Anschluss. Diesen Treffer übrigens konnte sich Tigers-Leitwolf Chris DiDomenico von der Strafbank aus ansehen. Weil er nach einem zuvor verschossenen Penalty den Puck aus Frust ins Publikum befördert hatte - und dafür eine 10-Minuten-Strafe kassierte. Es schien, als habe er damit seinem Team einen Energieschub verpasst. Denn ohne «DiDo» powerte plötzlich Langnau - und glich sogar aus. Doch auf den Videobildern sahen die Schiedsrichter, dass dem vermeintlichen 2:2 von Maxwell ein hoher Stock Julian Schmutz’ vorausgegangen war, weshalb der Treffer annulliert wurde. Besonders bitter für die SCL Tigers: In der 38. Minute traf Pestoni zum 3:1 - unmittelbar davor hatte Langnau-Topskorer Harri Pesonen alleine vor SCB-Keeper Tomi Karhunen vergeben.

Im letzten Drittel erhöhten die Emmentaler zwar den Druck und konnten durch DiDomenico gar verkürzen - mehr lag aber nicht mehr drin. Weil Lugano und Gottéron verloren - war es eine Runde für den SCB. Vor allem liegen die Mutzen nur nun noch einen Zähler hinter den auf Rang 8 liegenden SCL Tigers. (mob)

Biel beendet Flaute und bezwingt Lugano

Nach zwei Niederlagen ohne Tor (0:1 gegen Zug, 0:2 in Langnau) müssen sich die Bieler auch gegen Lugano gedulden, bis sie endlich wieder einen Treffer erzielen können: Als Toni Rajala zum 1:1 ausgleicht, sind bereits wieder 24 Minuten gespielt – insgesamt dauerte Biels Tor-Flaute 145:33 Spielminuten. Es ist der Moment der ersten Wende in diesem Spiel, den Seeländern fällt die sprichwörtliche Last von den Schultern, bis zur 41. Minute liegen sie 3:1 in Führung. Es treffen Damien Brunner nach einem Konter unmittelbar nach einem Pfostenschuss Luganos, sowie Davos-Leihgabe Otso Rantakari erstmals für Biel und umstritten (Offside?).

Doch der HC Lugano, der am Freitag gegen Davos aus einem 1:3 ein 5:3 machte, gibt wieder nicht auf, Reto Suris Doublette sorgt für den 3:3-Ausgleich. Danach deutet vieles auf eine Verlängerung hin, beide Teams riskieren nicht mehr allzu viel. Doch die letzten zwei Minuten bescheren auch Biel Doppel-Torschützen: Damien Brunner trifft 71 Sekunden vor Schluss mit einem Weitschuss zum 4:3, Luganos Goalie Sandro Zurkirchen wird völlig überrascht. Danach schiesst Rajala das 5:3 ins leere Tor und sorgt dafür, dass Lugano nach vier Siegen erstmals wieder verliert und im Strichkampf einen kleinen Rückschlag erleidet. (kk)

Genfer Triplette im Mitteldrittel als Basis zum Sieg

Gottéron, mit bloss 92 Toren in bislang 40 Spielen, bestätigt seinen Ruf als das offensiv harmloseste Team der Liga einmal mehr: Gegen Servette verliert die Mannschaft von Christian Dubé zu Hause mit 0:3. Servette feuert in Freiburg bereits im Startdrittel Puck um Puck Richtung gegnerisches Tor, es braucht aber Geduld. Denn der erste Treffer fällt erst im Mitteldrittel als der 20-jährige Dennis Smirnovs, einer der vielen jungen Wilden Servettes, seinen bereits siebten Saisontreffer erzielt.

Doch geht es sehr schnell, es folgt der «Ketchup-Effekt»: Nur fünf Minuten und bloss drei weitere Schüsse auf Gottéron-Goalie Reto Berra später führen die Gäste bereits 3:0 – es ist die Vorentscheidung noch vor Spielhälfte. Für die Freiburger ist die klare 0:3-Niederlage zwar enttäuschend und auch ein kleiner Rückschlag im Strichkampf: sie fallen auf Rang 11 zurück. Doch dank Langnaus gleichzeitiger Niederlage in Bern hält sich der Schaden aber in Grenzen, bleibt der Rückstand auf den Strich bei vier Punkten – und dies bei immer noch zwei bis drei weniger Spielen als die unmittelbar vor Gottéron liegende Konkurrenz aus Bern, Langnau und Ambri. (kk)

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Rangliste:

1. Zug 41/79. 2. ZSC Lions 43/74. 3. Genève-Servette 43/73. 4. Davos 40/71. 5. Lausanne 40/65. 6. Biel 43/65. 7. Lugano 43/61. 8. SCL Tigers 42/57. 9. Bern 42/56. 10. Ambri-Piotta 43/55. 11. Fribourg-Gottéron 40/53. 12. Rapperswil-Jona Lakers 42/44.

Telegramme:

Bern - SCL Tigers 3:2 (1:0, 2:1, 0:1)

17'016 Zuschauer. - SR Mollard/Vikman, Altmann/Cattaneo.–Tore: 14. Pestoni (Colin Gerber, Praplan) 1:0. 22. Mursak (Pestoni, Scherwey/Ausschluss Berger) 2:0. 35. Maxwell (Schmutz) 2:1. 38. Pestoni (Untersander) 3:1. 49. DiDomenico 3:2.–Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 2mal 2 plus 10 Minuten (DiDomenico) gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Pesonen.

Bern: Karhunen; Untersander, Beat Gerber; Andersson, Blum; Kruger, Colin Gerber; Burren; Mursak, Arcobello, Scherwey; Sciaroni, Ruefenacht, Moser; Pestoni, Ebbett, Praplan; Berger, Heim, Kämpf; Jeremi Gerber.

SCL Tigers: Punnenovs; Glauser, Leeger; Erni, Lardi; Cadonau, Huguenin; Grossniklaus; Berger, Maxwell, Schmutz, DiDomenico, Gagnon, Pesonen; Kuonen, Diem, Neukom; Andersons, In-Albon, Sturny.

Bemerkungen: Bern ohne Bieber, Henauer, Grassi (alle verletzt) und MacDonald, SCL Tigers ohne Elo (beide überzählige Ausländer), Blaser, Dostoinow, Earl und Schilt (alle verletzt). - DiDomenico scheitert mit Penalty an Karhunen (32.). - Pfostenschuss Diem (18.). - Timeout SCL Tigers (59:11).

Biel - Lugano 5:3 (0:1, 2:0, 3:2)

5928 Zuschauer. - SR Salonen/Tscherrig, Kovacs/Wolf.–Tore: 13. Bertaggia (Löffel, Ausschlüsse Rathgeb, Walker) 0:1. 25. Rajala (Ullström) 1:1. 30. Brunner (Cunti) 2:1. 41. (40:23) Rantakari (Rajala/Ausschluss Walker) 3:1. 46. Suri (Lajunen) 3:2. 52. Suri (Lajunen) 3:3. 59. Brunner (Cunti) 4:3. 60. (59:33) Rajala 5:3 (ins leere Tor).–Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 6mal 2 Minuten gegen Lugano.

Biel: Hiller; Moser, Kreis; Rathgeb, Forster; Rantakari, Fey; Sataric; Fuchs, Pouliot, Rajala; Riat, Ullström, Nussbaumer; Brunner, Cunti, Künzle; Tschantré, Neuenschwander, Kohler.

Lugano: Zurkirchen; Postma, Wellinger; Chiesa, Riva; Löffel, Vauclair; Jecker, Haussener; Klasen, McIntyre, Bertaggia; Walker, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Lammer; Zangger, Romanenghi, Jörg.

Bemerkungen: Biel ohne Gustafsson, Hügli, Salmela, Ulmer, Lüthi und Wüest (alle verletzt) sowie Schneider (krank), Lugano ohne Bürgler (verletzt). - Pfosten: 30. Vauclair. - Lugano ab 59:06 ohne Torhüter.

Fribourg-Gottéron - Genève-Servette 0:3 (0:0, 0:3, 0:0)

6500 Zuschauer (ausverkauft). - SR Wiegand/Dipietro, Kaderli/Ambrosetti.–Tore: 23. Smirnovs (Miranda/Ausschluss Sprunger) 0:1. 27. Karrer (Fehr) 0:2. 28. Winnik (Maurer) 0:3.–Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Mottet; Wingels.

Fribourg-Gottéron: Berra; Abplanalp, Marti; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Stalder; Gähler; Brodin, Schmid, Stalberg; Rossi, Walser, Marchon; Sprunger, Boychuk, Mottet; Lauper, Schmutz, Vauclair; Lhotak.

Genève-Servette: Descloux; Jaquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Le Coultre, Kast; Smons; Miranda, Fehr, Winnik; Wingels, Richard, Rod; Maillard, Smirnovs, Bozon; Wick, Berthon, Douay; Patry.

Bemerkungen: Gottéron ohne Furrer, Bykow und Desharnais (alle verletzt), Servette ohne Mercier, Riat, Völlmin und Fritsche (alle verletzt).

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