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«Wir dürfen stolz auf diesen dritten Platz sein»

Der SC Bern hat die European Trophy auf dem dritten Schlussrang abgeschlossen. Im Spiel um Platz 3 des Finalturniers in Salzburg und Zell am See siegten die Berner gegen Färjestads BK mit 3:1 und erzielten damit in elf Partien die gute Gesamtbilanz von 7 Siegen und 4 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 33:23.

Die Berner nahmen das elfte und letzte Spiel der European Trophy mit reduziertem Kader in Angriff. Die leicht angeschlagenen Christian Dubé und Travis Roche wurden ebenso geschont wie Pascal Berger, dem die sportliche Führung beim Comeback nach seiner Leistenoperation im Juli nicht gleich drei Spiele in drei Tagen zumuten wollte. Der ungewohnte Einsatz von drei Spielen in drei Tagen war beiden Teams anzumerken. Tempo und Intensität waren niedriger als im Viertel- und Halbfinal. Der SCB erhielt im ersten Drittel gegen die zu Beginn hart einsteigenden Schweden einige Überzahlgelegenheiten. Als Rickard Wallin in der 13. Minute Tristan Scherwey gegen den Kopf checkte und der Berner am Boden liegen blieb, musste man einen Moment lang Schlimmeres befürchten. Doch der junge Flügelstürmer konnte nach wenigen Minuten weiterspielen, Wallin hingegen nicht. Er musste frühzeitig duschen. Nachdem Färjestads kurz vor diesem Zwischenfall in Führung gegangen war, schienen die Schweden zunehmend die Kontrolle über das Spiel zu gewinnen. Der erhöhte Druck führte zu häufigen Berner Strafbank-Besuchen, welche Färjestads aber ebenfalls nicht zu nützen vermochte – nicht zuletzt dank der ausgezeichneten Leistung von Olivier Gigon.

Die Berner liessen sich nicht unterkriegen und gingen dank zwei Powerplay-Toren durch Philipe Furrer und Jean-Pierre Vigier (35. und 50.) gar 2:1 in Führung. In den letzten 70 Sekunden wurde es für den SCB in doppelter Unterzahl aber nochmals ganz eng: Doch nach einem schwedischen Pfostenschuss gelang Brett McLean im Gegenstoss das 3:1 ins leere Tor und zur Entscheidung.

«Sehr gute Erfahrung»

SCB-Coach Larry Huras zieht eine überwiegend positive Gesamtbilanz der European Trophy. «Es war eine sehr gute Erfahrung. Wir haben durchwegs gegen Teams mit sehr guter Qualität gespielt. Und wenn wir im Spiel um Platz 3 in Europa stehen, dürfen wir stolz sein. Schön, dass wir das Turnier mit einem Sieg und diesem dritten Platz abschliessen konnten.» Huras lobte die Gesamtleistung seiner Mannschaft in den elf Partien der European Trophy, nannte aber auch Defizite: In Spielen gegen so starke Gegner kann man sehr gut erkennen, wo im eigenen Team noch Mängel vorhanden sind. Bei uns ist das nach wie vor die Effizienz im Abschluss. Wir brauchen doppelt so viele Chancen wie zahlreiche Teams dieser internationalen Konkurrenz, um zum Erfolg zu kommen. Dazu gehört auch, dass wir uns im Powerplay noch verbessern. Ebenfalls auffällig war, dass wir zu viele dumme Strafen kassiert haben.» Hingegen sei sein Team bezüglich Tempo und Physis allen Gegnern mindestens ebenbürtig gewesen. Nun gilt die volle Konzentration dem Meisterschaftsbeginn am kommenden Freitag. «Wir wissen, dass wir auch in der National League auf Teams mit hohem Niveau treffen. Gerade zum Auftakt in Zug werden wir auf einen sehr starken Gegner treffen.» Die Herausforderung European Trophy war sicher eine ausgezeichnete Vorbereitung auf die nun beginnende Saison.

pd/cls

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