«Wir haben mit Schweden eine Rechnung offen»

Die Stimmung im Nationalteam nach dem Halbfinal-Sieg in Kopenhagen war ausgelassen. Aber man dachte bereits an den Finalgegner.

Ein Abend für die Historie: Die Schweiz bezwingt Kanada im Halbfinal. (Video: SRF/Tamedia)

Nino Niederreiter zeigte sich als erster Schweizer Spieler nach dem 3:2-Sieg gegen Kanada vor der TV-Kamera. «Es ist ein unglaubliches Gefühl», sagte der Churer. «Es war kein einfacher Match und wir hatten auch etwas Glück.» Der robuste NHL-Powerstürmer hob sogleich die Leistung des Torhüters hervor. «Genoni hat einfach super gehalten. Wir haben heute Grosses geleistet.» Dann blickte Niederreiter bereits auf den Final vom Sonntagabend. In Erinnerung an das Endspiel von 2013, als die Schweiz in Stockholm gegen den WM-Gastgeber 1:5 unterlegen war, meinte der Bündner süffisant: «Wir haben mit Schweden noch eine Rechnung offen.» Der Flügel von Minnesota Wild hatte damals im Silber-Team von Trainer Sean Simpson gestanden.

Auch Sven Andrighetto äusserte sich auf SRF. «Wir realisieren das Geschehene im Moment noch gar nicht so.» Der Zürcher lobte sofort Leonardo Genoni. «Er hat ein unglaubliches Spiel gezeigt, er war einfach super.» Die beiden Powerplay-Goals gegen die starken Kanadier seien sehr wichtig gewesen. Andrighetto blickte ebenfalls schon vorwärts. «Wir müssen den Sieg geniessen, aber uns sofort auf den Sonntag konzentrieren und uns gut vorbereiten. Wir können die Schweden schlagen. Wir sind noch nicht fertig hier.»

Josis Lob an die Mannschaft

Roman Josi dachte zuerst an das Glücksgefühl. «Im Moment bin ich einfach nur glücklich.» Der Captain der Nashville Predators musste ebenfalls zuerst Genoni erwähnen, der grossartig gewesen sei, «wie schon gegen die Finnen». Der Berner Verteidier und Spielmacher lobte zudem die starke Teamleistung der Mannschaft von Patrick Fischer. «Jeder opfert sich für das Team. Jeder kämpft, jeder legt sich in die Schüsse.»

Enzo Corvi dachte ebenfalls zuerst an die Mannschaft: «Was wir mit dieser Truppe hier erreicht haben, das ist der Oberhammer. Wir spielten defensiv wieder sehr solid, gaben ihnen zwar die Aussenräume, aber nicht mehr. Leo im Tor war brutal gut heute, er strahlte so viel Ruhe aus und machte so viele wichtige Paraden. Er hielt uns im Spiel heute», erklärte der Churer Stürmer in Davoser Diensten. Und die Skandinavier, gegen die man in der Gruppenphase 3:5 verloren hatte? «Wir wissen, was mit Schweden nun auf uns zukommt. Wir müssen versuchen, dass wir zu Beginn nicht wieder solche Tore erhalten.»

Josis Teamkollege bei Nashville, Kevin Fiala, freute sich auf das, was auf ihn am Sonntag zukommt. «Wie am Donnerstag war das ein grosser Effort. Ich bin sehr, sehr froh, das ist mein erster Final. Eigentlich kann ich es gar nicht glauben. Ich habe von Anfang an hundert Prozent daran geglaubt, dass wir hier eine Medaille holen können. Ich und Roman (Josi - Red.) sprachen im Flugzeug über die tolle Truppe, die hier ist.» Und fügte bei: «Wir beide kamen mit enorm viel Selbstvertrauen her, um das zu schaffen. Und jetzt stehen wir da mit der Medaille.»

fal/sda

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