«Wir hätten Caminada gern den Sieg geschenkt»

Simon Moser ist nach drei Niederlagen in einer Woche schwer enttäuscht. «Wenigstens müssen wir uns nach dem Match in Zürich keinen Vorwurf machen», sagt der SCB-Captain.

  • loading indicator
Adrian Ruch

Erstmals hat der SCB unter Kari Jalonen drei Partien in Folge verloren. Führt diese Negativserie zu Verunsicherung im Team?Simon Moser:Ich glaube nicht. Solche Statistiken sind etwas für Journalisten, wir hingegen müssen zusammenstehen und uns auf unsere Arbeit konzentrieren.

Trotzdem: Wie gross ist die Enttäuschung nach einer Woche ohne Sieg?Sie ist sehr gross. Wenigstens müssen wir uns nach dem Match gegen die ZSC Lions keinen Vorwurf machen. Wir haben 60 Minuten gekämpft, hart gespielt und Fehler, wie wir sie gegen Biel und Langnau reihenweise gemacht hatten, mehrheitlich vermieden.

«Wir wollten unbedingt eine Reaktion zeigen.»

Spielte der SCB gegen die Lions kompakter, disziplinierter, weil nicht Stammkeeper Leonardo Genoni, sondern Pascal Caminada das Tor hütete?Nein, mit Caminada hatte das nichts zu tun. Wir wollten nach den zwei missglückten Heimspielen unbedingt eine Reaktion zeigen. Was aber stimmt: Wir hätten Caminada gern den Sieg geschenkt. Er hätte ihn aufgrund seiner Leistung verdient gehabt – er war unser bester Mann.

Jalonen hat am Sonntagmorgen eine Viertelstunde eindringlich zur Mannschaft gesprochen. Was hat er gesagt?Was in der Garderobe besprochen wird, bleibt in der Garderobe. Aber Sie können sich etwa denken, in welche Richtung seine Kritik ging. Er forderte uns auf, keine unnötigen Turn-over mehr zu verursachen.

Wie erklären Sie sich, dass der SCB gegen die SCL Tigers und den EHC Biel jeweils eine 3:0-Führung preisgegeben hat?Wir begannen jeweils gut, schalteten aber mit dem Vorsprung im Rücken zwei, drei Gänge zurück. Das mag es nicht leiden.

Weshalb schaffte es die Mannschaft nicht, nach den Gegen­toren wieder einen höheren Gang einzulegen?Die Langnauer und Bieler be­nötigen jeden Punkt für die Playoff-Qualifikation. Sie spielen immer hart, und wenn man ihnen ermöglicht, einen Dreitorerückstand wettzumachen, bekommen sie extrem viel Auftrieb. Dann wird es schwierig, die Kontrolle zu übernehmen. Zudem verkrampften wir uns im Bestreben, nach der schlechten Phase zu­zulegen, wohl ein wenig.

Mit welchen Gefühlen schauen Sie dem Match vom Dienstag gegen Växjö entgegen?Die Champions League ist sehr wichtig, für uns Spieler und für den ganzen Verein. Das Ziel ist demnach klar: Weiterkommen, unbedingt.

thunertagblatt.ch/Newsnetz

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt