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Ist in Griechenland für Rehhagel Feierabend?

Vor den Rückspielen der WM-Barrage bleibt die Ausgangslage eng. Einzig Frankreich verschaffte sich durch den Auswärtssieg in Irland einen soliden Vorsprung.

Gänzlich auf gleichem Niveau gehen die Ukraine und Griechenland in Donezk ins Rückspiel. Die erste Partie in Athen endete torlos. Nach dem enttäuschenden Hinspiel am Samstag kritisierten sogar die an die rehhagelsche Verteidigungstaktik gewohnten Zeitungen den deutschen Trainer. Fünf Jahre nach dem ganz grossen EM-Coup ist Otto Rehhagel am Fusse der Akropolis längst nicht mehr unfehlbar. Das zweite Verpassen einer WM in Folge würde dem 71-Jährigen nicht verziehen. Daher könnte das 100. Spiel mit Griechenland das letzte sein für Rehhagel.

Ein ungemütlicher Abend in der Fremde steht auch Portugal bevor. Nach dem 1:0 in Lissabon gegen Bosnien-Herzegowina erwartet den WM-Halbfinalisten 2006 ein emotionales Rückspiel in Zenica. Einige Bosnier nahmen die Aufforderung zu ernst. Am Flughafen wurden die Portugiesen nach ihrer Ankunft übel beleidigt und bespuckt. Die "Seleção" ist aber erfahren genug, um in der feindlichen Atmosphäre zu bestehen. Ein WM-Qualifikationsspiel hat Portugal auswärts letztmals vor 13 Jahren verloren.

Frankreich (daheim gegen Irland) und Russland (in Slowenien) gehen derweil trotz nur knappem Vorsprung (1:0 bzw. 2:1) als Favoriten in Rückspiel. Beide dürften dank ihrer spielerischen Überlegenheit die letzte Hürde auf dem Weg nach Südafrika nehmen. Für Russlands Coach Guus Hiddink wäre es die vierte WM-Teilnahme in Serie. 1998, 2002 und 2006 stand er mit Holland, Südkorea und Australien an Endrunden im Einsatz.

Auch in Afrika und Süd-/Mittel-/Nordamerika ist noch je ein WM-Ticket zu vergeben. In Lateinamerika steht der zweifache Weltmeister Uruguay gegen Costa Rica (1:0 im Hinspiel) kurz vor der Qualifikation. Brisanz ist derweil in Khartum (Sudan) vorprogrammiert. Ägypten und Algerien stechen um den letzten Platz Afrikas. Der Sieger wird das einzige nordafrikanische Team sein, das an der ersten WM-Endrunde in Afrika teilnimmt. Für Algerien wäre es die erste WM-Teilnahme seit 1986, für die Ägypter das Comeback nach 20 Jahren. Letzte Woche waren die Algerier vor dem Spiel in Kairo mit Steinen beworfen und verletzt worden. In dieser letzten Begegnung hatten sich die Ägypter ein Entscheidungsspiel dank dem Tor in der 96. Minute zum 2:0 in extremis gesichert. 15'000 Polizisten sollen in Khartum dafür sorgen, dass es nicht wieder zu Eskalationen kommt.

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