Zum Hauptinhalt springen

Lambiel und Meier auf Olympiakurs

Wie erwartet liegen Stéphane Lambiel und Sarah Meier an den Schweizer Eiskunstlauf-Meisterschaften in Lugano nach dem Kurzprogramm in Führung.

Für Lambiel sind die nationalen Titelkämpfe diesmal besonders wichtig, da er vor seinem grossen Ziel, den Olympischen Spielen im Februar in Vancouver, nur drei richtige Wettkämpfe bestreitet -- nach den Schweizer Meisterschaften steht bloss noch die EM in Tallinn (19. bis 24. Januar) an. Deshalb war die Spannung vor seinem ersten Auftritt in der Eishalle Resega gross, umso mehr, als der 24-jährige Unterwalliser seit Anfang November in jedem Training Schmerzen verspürt, weshalb er nicht mehr alles geben kann. Dennoch ist der zweifache Weltmeister mental in einer sehr guten Verfassung. Er ist mit sich im Reinen, was während und vor allem nach der Darbietung zum Ausdruck kam. Und sein Kurzprogramm zu Gioacchino Rossinis Oper "Wilhelm Tell" war auch beim zweiten Hinschauen eine Augenweide. Daran änderte auch nichts, dass die Musiklautstärke zu wünschen übrig liess.

Technisch lief es Lambiel zwar besser als bei der Olympia-Qualifikation Ende September in Oberstdorf, als er beim Vierfach-Toeloop gestürzt war. Doch ganz sauber gelang ihm der Sprung auch diesmal nicht.

Insgesamt erhielt Lambiel 83,91 Zähler. Bei nationalen Titelkämpfen wird insbesondere bei den Programmkomponenten, der früheren B-Note, grosszügiger gewertet, weshalb diese Punktzahl nicht als persönliche Bestleistung (83,80) in die Statistik kommt. Sein Vorsprung auf Titelverteidiger Jamal Othman, der bei der Kombination Dreifach-Lutz/Dreifach-Toeloop zweimal auf beiden Füssen landete, beträgt 13,78. Dritter ist etwas überraschend Mikael Redin (61,23).

Sarah Meier hatte im Vorfeld der SM auf zwei gute Tage gehofft, da die Fussprobleme noch nicht ganz ausgestanden sind. Zumindest im Kurzprogramm zu Samba-Klängen ging ihr Wunsch in Erfüllung, denn sie hatte keinerlei Schmerzen. Dafür schlief der EM-Zweiten von 2007 und 2008 der rechte Fuss ein, was sich anfänglich auf die Konzentration auswirkte. Da sie beim Lutz zudem zu wenig angriffig agierte, drehte sie ihn nur doppelt statt dreifach.

Umso mehr freute sich die 25-jährige Bülacherin über den gelungenen Dreifach-Flip, den sie trotz Bedenken im Programm liess. Überhaupt war sie mit ihrem Auftritt -- abgesehen vom Lutz -- zufrieden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch