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Berner dominieren Spiezathlon

Der Thuner ­Adrian Haller gewinnt die dreissigste Ausgabe des Spiezer Triathlons über die olympische Distanz. Vorjahressieger Florin Salvisberg klassiert sich auf dem zweiten Rang.

Loic Schwab
Nach den 1,5 Kilometern Schwimmen im Thunersee hatte Adrian Haller noch Rückstand, dann drehte der Thuner auf und gewann den Spiezathlon überlegen.
Nach den 1,5 Kilometern Schwimmen im Thunersee hatte Adrian Haller noch Rückstand, dann drehte der Thuner auf und gewann den Spiezathlon überlegen.
Markus Grunder

Nach der Schwimmstrecke war es Florin Salvisberg, der zuerst aus dem Wasser kletterte. Nicht ganz zwei Minuten konnte der Rüegsauschacher auf seinen Kontrahenten Adrian Haller herausschwimmen. «Während des Schwimmens habe ich mich sehr gut gefühlt», sollte der Emmen­taler später sagen. In eindrücklicher Art und Weise distanzierte der 27-Jährige die ganze Konkurrenz um mehrere Längen.

«Florin ist ein exzellenter Schwimmer», gab auch der spätere Sieger Haller zu. Nach 1,5 Kilometern musste Salvisberg aber aus seinem Element, dem kühlen Nass, auf den wärmeren Asphalt ­wechseln. Den Vorsprung konnte Salvisberg zwar die erste Fahrradrunde halten, ehe Haller Anfang der zweiten aufschliessen konnte.

Unterschiedliche Vorlieben

Salvisberg wusste: «Gegen Langdistanzathleten wie Adrian wird es auf dem Velo sehr schwierig.» In der Tat konnte Haller den Vorjahressieger auf dem Fahrrad überholen, später gar distanzieren. Beim letzten Wechsel auf die Laufstrecke hatte Haller den Rückstand in einen Vier-Minuten-Vorsprung umgewandelt und liess sich den Sieg am Spiezathlon 2018 darauf nicht mehr nehmen. «Ich hatte anders als im Vorjahr auf dem Velo bessere Beine», nennt Haller den Grund für seinen Sieg.

Der Thuner fühlte sich also auf dem Rad gut und im Wasser schlechter, bei Salvisberg war dies indes genau umgekehrt. Am Ende feierte Haller seinen zweiten Triumph in Spiez, nachdem er schon 2015 gesiegt hatte.

Hallers Bedenken

Der Oberländer war jedoch mit Bedenken an den Start in Spiez gegangen, hatte er am Halbironman in Rapperswil einige Wochen zuvor doch den «schlimmsten Triathlontag seines Lebens» eingezogen. Haller gab zu: «Deswegen hatte ich grosse Zweifel und wusste nicht so recht, was zu erwarten war.» Umso grösser war sodann die Freude über den ersten Platz in Spiez. Rapperswil war daraufhin schnell vergessen.

Den Spiezathlon absolvierte der 30-Jährige als Vorbereitung für sein grosses Ziel im September: Haller hat sich vor kurzem für die Halbironman-Weltmeisterschaft in Südafrika qualifiziert. Natürlich gebe ihm ein solcher Erfolg in der kürzeren Disziplin Mut für die längeren Distanzen. Haller fügt an: «Es tut auch gut, wenn die Trainingswerte mit den Wettkampfwerten übereinstimmen.»

Trotz Heimvorteil hatte Haller in Spiez jeweils zu kämpfen gehabt, «dieses Mal ging es aber von A bis Z auf». Der Triathlon in Spiez stellt für Haller ein Heimrennen dar, weil er unweit der malerischen Spiezer Bucht aufwuchs.

Auch der Emmentaler Salvisberg bezeichnet den Spiezathlon als Heimwettkampf. Er verbindet den Triathlon jeweils mit einem Wochenende zu Hause bei seinen Eltern. «Jetzt hat auch meine Mutter am Rennen teilgenommen. Das war für mich natürlich schon speziell und sehr schön», gab der Zweitplatzierte preis. Obschon Salvisberg seinen Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen konnte, war er mit seiner Leistung zufrieden.

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