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Den Frauen sei Dank

An der Team-EM in Finnland ist die Schweiz überraschend in die Super League (beste 12 Nationen) aufgestiegen.

Sieg für die Schweiz: Hürden­sprinterin Noemi Zbären steuert wichtige Punkte zum Aufstieg bei.
Sieg für die Schweiz: Hürden­sprinterin Noemi Zbären steuert wichtige Punkte zum Aufstieg bei.
Hans Wüthrich

Der Equipe von Swiss Athletics gelang bei den Team-Europameisterschaften im finnischen Vaasa ein Coup. Mit einem 3. Rang schaffte das Nationalkader erstmals den Aufstieg in die Super League, welche die Top-12-Nationen Europas vereint.

Die Schweiz, welche den Sonntag als Leader in Angriff genommen hatte, musste erwartungs­gemäss noch zittern – gegen Ende wurde es sogar dramatisch. Schweden und Finnland zogen vorbei, die Türkei wurde um lediglich 3,5 Rangpunkte bei einem Total von 305,5 Zählern nach 40 Disziplinen in Schach gehalten.

Erst das letzte Rennen, die 4×400-m-Staffel der Männer, brachte die Entscheidung: Dem helvetischen Quartett, das ohne Kariem Hussein, aber mit vier Bernern antrat, reichte ein 6. Rang, um die drittklassierten Türken auf Distanz zu halten.

Bernerinnen überzeugen

Insgesamt gelangen dem Team von Equipenchef Peter Haas neun Disziplinensiege. Deren acht gingen auf das Konto der Frauen mit den drei Bernerinnen Mujinga Kambundji (100 m), Noemi Zbären (100 m Hürden) und Nicole Büchler (Stab) sowie Lea Sprunger (400 m), Petra Fontanive (400 m Hürden), zweimal Fabienne Schlumpf (3000 m Steeple und 5000 m) und der 4×100-m-Staffel.

Die Männer ihrerseits siegten ebenfalls mit der Sprintstaffel.

Die positive Entwicklung in der Schweizer Leichtathletik, welche sich rund um die Heim-EM 2014 in Zürich aufgebaut hatte, findet ihre Fortsetzung.

Im vergangenen Juli gewann die Schweiz an der EM in Amsterdam fünf Medaillen, in der laufenden Saison starten so viele helvetische Athleten in der Diamond League wie nie zuvor. Die Team-EM (früher Europacup genannt) verdeutlicht den Aufschwung, war die Schweiz doch noch 2014 kontinental nur drittklassig.

Deutschland siegt

In der Super League setzte sich derweil wie 2009 und 2014 Deutschland durch. Sechs Wochen vor WM-Beginn in London reüssierte die Auswahl in Lille klar vor Polen und Gastgeber Frankreich.

Im Zuge des Dopingskandals war Russland nicht startberechtigt und steigt in die First League ab.

SDA/flo

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