Der zweite Versuch der jungen Wilden

Sprinter Matyas Kobrehel und Mittelstreckenläufer Alain Croisier fungieren am Citius-Meetings im Wankdorfstadion als Direktoren

Matyas Kobrehel (im Bild) und Alain Croisier leiten mit einem elfköpfigen Team die zweite Ausgabe des internationalen Leichtathletik-Meetings in Bern

Matyas Kobrehel (im Bild) und Alain Croisier leiten mit einem elfköpfigen Team die zweite Ausgabe des internationalen Leichtathletik-Meetings in Bern

(Bild: Nicole Philipp)

23 Jahre alt ist Matyas Kobrehel, 29 Alain Croisier. Der eine ist Sprinter, der andere Mittelstreckenläufer – aber nicht nur. Seit Wochen sind der Berner und der Seeländer vor allem als Direktoren des Citius-Meetings verantwortlich, das am Samstag ab 15 Uhr zum zweiten Mal im Wankdorfstadion stattfindet.

Wobei einiges neu ist: Von den sechs jungen Männern, die letzten Juni das erste internationale Leichtathletik-Meeting in Bern seit 29 Jahren organisierten, ist nur Kobrehel übrig geblieben. Nach der Premiere, die die Organisatoren an ihre Grenzen brachte, war für ihn klar: «Wir müssen breiter aufgestellt sein.» Mit Croisier zusammen führt er nun ein elfköpfiges Team, für ­jeden Bereich gibt es einen Verantwortlichen – und keiner ist über 30 Jahre alt.

An Arbeit mangelt es zwar auch jetzt nicht, doch kann diese zumindest auf mehrere Schultern verteilt werden. Zudem erhält das OK Unterstützung vom Team von Weltklasse Zürich. Mit dessen Co-Meeting-Direktor Andreas Hediger stehen Kobrehel und Croisier in ständigem Austausch. So hilft der Zürcher den jungen Bernern etwa bei der Vermittlung von Athleten.

Zertifizierung von von European Athletics

Das Citius-Meeting erhielt von European Athletics eine Zertifizierung. Das hilft zwar bei der Suche nach Athleten, doch wegen diverser Vorschriften führt es auch zu höheren Kosten. Um 100000 auf 260000 Franken musste das Budget erhöht werden. Weil die Sponsoreneinnahmen nicht so hoch wie geplant ausfielen, mussten die Organisatoren zuletzt um 30000 Franken zurückbuchstabieren. «Nun hoffen wir auf schönes Wetter, damit die Leute zu uns kommen und auch etwas konsumieren», sagt Croisier. Der Vorverkauf ­allerdings lief harzig, bis gestern wurden nur rund 1500 Tickets abgesetzt.

Natürlich: Im Gegensatz zu letztem Jahr, als Mitte Juni 2800 Zuschauer im Wankdorf erschienen, findet das Meeting mitten in den Sommerferien statt, was ein erheblicher Nachteil ist. Gleichwohl sind die Organisatoren auf einen ordentlichen Publikumsaufmarsch angewiesen. Sie hoffen wegen der guten Wetterprognose nun auf viele Kurzentschlossene. An der Abendkasse jedenfalls sind noch genügend Tickets erhältlich.

Und wer zu Hause bleibt, kann das Meeting wenigstens im TV schauen. Auf Teleclub Zoom wird das zweistündige internationale Hauptprogramm mit Schweizer Spitzenathleten wie Mujinga Kambundji und Lea Sprunger sowie internationalen Topläufern wie dem 1500-m-Olympiasieger Taoufik Makhloufi ab 19 Uhr live gezeigt. (mob)

mob

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