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Drei gewinnt

Erstmals überhaupt haben Mujinga, Muswama und Ditaji Kambundji gemeinsam ein Rennen bestritten. Die drei Schwestern aus Köniz entschieden am Hallenmeeting in Magglingen ihre jeweilige Serie zu ihren Gunsten.

Erfolgreiche Geschwister: Mujinga, Ditaji und Muswama Kambundji (von links).
Erfolgreiche Geschwister: Mujinga, Ditaji und Muswama Kambundji (von links).
Enrique Muñoz Garcia

Es ist, also würde der Speaker aus einem Familienbüchlein vorlesen. Eben haben die Frauen am Hallenmeeting in Magglingen die Entscheidungsläufe über 60 Meter beendet. Nun werden die Siegerinnen verkündet. Und ob im C-, im B- oder im A-Final – dreimal heisst diese Kambundji.

Zum ersten Mal haben Ditaji, Muswama und Mujinga Kambundji am gleichen Rennen teil­genommen. «Wir haben uns kurzfristig dafür entschieden», sagt Letztere. Die EM-Dritte über 100 Meter siegte bei ihrem ersten Einsatz im neuen Jahr in 7,35 Sekunden. Im Vorlauf war sie sechs Hundertstel schneller gewesen. «Der erste Lauf war okay, der zweite etwas enttäuschend.»

Zu zweit in Mannheim

Obwohl der Rahmen speziell war, sei die Vorbereitung ganz normal verlaufen, betonen die Schwestern. «Wir haben uns einfach darauf gefreut, und es war wirklich cool», sagt Ditaji Kambundji. Die 14-Jährige ist mit ihrer Leistung (7,89) zufrieden. Derweil sagt Muswama Kambundji, welche für die 60 Meter 7,70 benötigte: «Es wird immer besser.»

Die zweitjüngste der insgesamt vier Kambundji-Schwestern hat im letzten Oktober einen Schritt Richtung Spitzensport gemacht. Sie ist nach Mannheim gezogen, trainiert nun in der Gruppe von Valerij Bauer. Der Wechsel überrascht kaum, betreut der Deutsch-Kirgise doch seit über drei Jahren ihre grosse Schwester, führte diese an die europäische Spitze.

«Alles ist anders», sagt die 21-Jährige, «die Einheiten sind länger und strenger. Aber ich musste etwas machen.» Denn anders als in Bern kann sie in Mannheim sämtliche Trainingseinheiten an einem Ort absolvieren. Natürlich spielte ihre Schwester beim Wechsel eine grosse Rolle, die beiden teilen sich nun eine Wohnung. «Ohne sie wäre ich nicht so schnell nach Deutschland gegangen», hält Muswama Kambundji fest.

«Habe eine Pause benötigt»

Nach dem Auftakt in Magglingen geht es für Mujinga Kambundji nun richtig los: In dieser Woche wird sie in Düsseldorf und Karlsruhe Wettkämpfe bestreiten, danach für die Schweizer Meisterschaft in die Heimat zurückkehren, ehe Anfang März in Belgrad mit der Hallen-EM der erste Saisonhöhepunkt stattfinden wird. Nach einem strengen letzten Jahr mit EM- und Olympiateilnahme hat die 24-Jährige ihre Energiereserven aufladen können, nicht zuletzt dank des vierwöchigen Urlaubs in der Karibik. «Ich habe eine Pause benötigt.»

Was beim Blick zurück auffällt: Gute Läufe waren für die Könizerin 2016 rar, weil nie alles zusammenpasste; entweder missglückte der Start, oder sie vermochte in der zweiten Phase den Schritt nicht zu öffnen. «Und dennoch war diese Saison zufriedenstellend für mich», hält sie fest. Denn gerade in Amsterdam habe sie ­gesehen, «dass ich an Meisterschaften, wenn es darauf ankommt, alles abrufen kann». Diese Erfahrung dürfte zweifellos wertvoll sein.

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