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Immer höher hinaus

Drei Wettkämpfe, dreimal Gold. Der Brenzikofer Felix Eichenberger war der erfolgreichste Athlet an den Kantonalen Nachwuchsmeisterschaften in Thun.

Daniel Küenzi
Felix Eichenberger übersprang in Thun 4,20 Meter.
Felix Eichenberger übersprang in Thun 4,20 Meter.
Markus Grunder

Im Stabhochspringen und auch über 110 Meter Hürden sowie im Diskuswerfen ist Felix Eichenberger an den Kantonalen Nachwuchsmeisterschaften in Thun angetreten. Dreimal hat der 16-jährige Brenzikofer gewonnen. Den Lauf über die Hürden beendete er mit persönlicher Bestzeit. «Ich habe da und im Diskus eher aus Spass teilgenommen.»

Der Dominator freute sich aber über jeden Sieg: «Jede Medaille hat ihre eigene Geschichte.» Das European Youth Olympic Festival im ungarischen Györ Ende Juli ist nun das erklärte Saisonziel des Athleten in den Reihen der LV Thun. Die Stabhochsprung-Selektionslimite (4,30 Meter) hat Eichenberger in seiner Paradedisziplin bereits beim Pfingstmeeting in Basel überschritten.

In Thun peilte Eichenberger 4,45 Meter an. Im letzten Versuch riss er nur knapp. Zwar ärgerlich, aber kein Untergang. «Ich weiss, dass ich diese Höhe springen kann. Ich lasse mich aber nicht unter Druck setzen», sagt Eichenberger, der im Sommer in Bern das Gymnasium Neufeld mit Sportförderung beginnt.

Zwischen Thun und Bern

Eichenberger trainiert als Mehrkämpfer fünfmal in der Woche. Die zwei Mehrkampftrainings ­sowie das Krafttraining absolviert er in seinem Stammverein LV Thun. Das Stabtraining am Dienstag und am Freitag bestreitet er in der Gruppe von Trainer Stefan Müller in Bern. Hier trifft Eichenberger auf gleich starke Konkurrenz, die sich gegenseitig motiviert und zu besseren Höhen antreibt. «Dies ist eine ideale Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen, weshalb die LV Thun hierfür den ST Bern auch mit einem kleinen Beitrag finanziell entschädigt», sagt Gaby Küffer, die Trainingsverantwortliche in der LV Thun.

Und auch für Eichenberger selber stimmt dieser Austausch, wie die Resultate beweisen. «Ich liebe die Risikobereitschaft, welche diese Disziplin mit sich bringt. Der Stabhochsprung ist komplex: Anlauf, Absprung, Kraft und Beweglichkeit müssen optimal zusammenspielen, damit ein gutes Ergebnis erzielt werden kann», schwärmt der frühere Läufer von seiner neuen Lieblingsdisziplin.

Früherer Kunstturner

Nicht umsonst wird gerade der Stabhochsprung als die vielseitigste und schwierigste Leichtathletikdisziplin bezeichnet. Dabei kommen Eichenberger auch seine Erfahrungen, die er als Kunstturner gemacht hat, zugute. «Ein Armbruch zu Beginn einer Saison hat mich vor Jahren zu einer einjährigen Pause gezwungen. Ich fiel aus dem Kunstturnkader und sah somit in dieser Sportart keine Zukunft mehr.» Dies bewog ihn im fünften Schuljahr dazu, endgültig in die Leichtathletik zu wechseln.

Und hier hat er auch seine nächsten Ziele klar vor Augen. «Am kommenden Wochenende will ich meinen Teamkollegen von der LG Thun mit einer guten Stableistung zum Sieg in der Junioren-League in Lausanne verhelfen. Dann ist ­Györ in meinem Kalender notiert, und auch eine Medaille an der SM im Herbst strebe ich an.»

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