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Wie im falschen Film

Kariem Hussein muss sich vor dem Vorlauf übergeben. Der Europameister von Zürich wirkt ratlos, hat jedoch Glück.

Langsamer als gewohnt: Kariem Hussein scheint die Kraft zu fehlen.
Langsamer als gewohnt: Kariem Hussein scheint die Kraft zu fehlen.
Keystone

Die Erklärung fehlt. «Keine Ahnung», erwidert Kariem Hussein auf die Frage, warum er im Vorlauf über 50 Sekunden benötigt, die direkte Halbfinalqualifikation damit verpasst habe. Er sei ratlos, sagt der Thurgauer, schaut ins Leere, sucht nach Worten, findet jedoch keine und wiederholt sich.

1,3 Sekunden ist der 400-Meter-Hürden-Europameister von Zürich über seinem Saisonbestwert geblieben. Im Direktvergleich mit Yasmani Copello – an der EM in Amsterdam war Hussein dem für die Türkei startenden Kubaner knapp unterlegen – wirkte der Schweizer fast wie ein Breitensportler, als befände er sich körperlich nicht annähernd auf dem Niveau des Rivalen.

Hussein zuckt mit den Schultern, verneint die Frage, ob physisch etwas nicht in Ordnung sei. Dann hält er inne, gesteht, sich vor dem Rennen übergeben zu haben, könne dies aber nicht erklären. Wobei er die Nerven nicht als Verursacher bezeichnen mag und ergänzt, er sei auch schon nervöser gewesen. Der angehende Arzt erweckt den Eindruck, als stünde er neben den Schuhen.

Sportlich bleibt der Aussetzer wohl ohne Folgen. Weil Rasmus Mägi nicht startete und Kyron McMaster sowie Michael Stigler disqualifiziert wurden, rutschte Hussein als Letzter in die Halbfinals nach. Und erhält heute eine zweite Chance, sofern die zu erwartenden Proteste nicht gutgeheissen werden.

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