«Hier ist alles so viel grösser»

Der künftige Sauber-Pilot Sergei Sirotkin stattete seinem Rennstall erstmals einen Besuch in Hinwil ab.

«Die Formel 1 ist eine ganz andere Welt»: Sergei Sirotkin im Interview mit thunertagblatt.ch/Newsnetz.

Der junge Russe, der erst am kommenden Dienstag seinen 18. Geburtstag feiert, nahm im Sauber-Werk eine Sitzprobe vor und machte sich mit dem komplizierten Formel-1-Steuerrad vertraut. Daneben wurden Details in seinem bereits unterschriebenen Einjahresvertrag geregelt. Seine ersten Runden in einem Sauber-Boliden wird Sirotkin Ende September drehen. Dann findet auf dem neuen Kurs in der Olympiastadt Sotschi anlässlich einer Messe eine Demonstrationsfahrt statt. Die Regeln der Formel 1 verbieten es allerdings, dass er dies im aktuellen Sauber C32 tut.

Sirotkin ist beeindruckt vom Sauber-Werk im Hinwiler Industriequartier. «Es ist riesig im Vergleich zu allem, was ich bislang gesehen habe», sagt der Teenager aus Moskau, der gegenwärtig noch in der Formel Renault 3.5 fährt. Zusammen mit seinen Eltern und ein paar russischen Journalisten ist er hier; erstmals in seinem Leben in der Schweiz. Zwei Tage dauert sein Besuch bei Sauber, und Sirotkin zieht ein positives Fazit: «Es ist sehr positiv, sehr gut verlaufen.» Genauso ist ihm jedoch bewusst, «welch grosse Aufgabe auf mich wartet». Von der Formel 1 träume er, seit er 5 Jahre alt sei. Michael Schumacher nennt er als eines seiner Idole.

Bald neue Sponsoren bei Sauber

Teamchefin Monisha Kaltenborn zeigte sich angetan vom neuen Fahrer. «Er ist sehr ruhig, sehr fokussiert», sagt die Österreicherin, die ihn Ende Juli erstmals persönlich getroffen hatte. Er habe eine sympathische Einstellung zur Herausforderung und für sein Alter sei sein Auftreten sehr beeindruckend, fügt sie an. «Er weiss, dass das ein grosser Schritt wird für uns alle.» Kaltenborn gab sich auch überzeugt davon, dass Sirotkin die benötigte Superlizenz des Internationalen Automobilverbandes FIA erhalten wird.

Ohne Details zu verraten, versprach Kaltenborn daneben, in Kürze weitere Partner präsentieren zu können, die Sauber über die schwierige Zeit hinweghelfen sollen. Wie in der vergangenen Woche bekannt gegeben, bestätigte sie nochmals, dass bereits Geld aus Russland geflossen sei – woher und in welcher Höhe, unterliegt einem Stillschweigeabkommen. Nicht ohne Erleichterung sagt Kaltenborn: «Wir haben einen Aufwärtstrend eingeleitet. Aber das brauche seine Zeit.»

thunertagblatt.ch/Newsnetz

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