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Briatore verspottet Ferrari und Schumacher

Der verbannte Formel-1-Teamchef glaubt, dass die Scuderia den WM-Kampf gegen Red Bull schon jetzt verloren hat. Mercedes-Pilot Michael Schumacher ruiniert in Briatores Augen seinen Ruf.

Harte Worte: Flavio Briatore nimmt hier die Hand, sonst aber nie ein Blatt vor den Mund.
Harte Worte: Flavio Briatore nimmt hier die Hand, sonst aber nie ein Blatt vor den Mund.
Keystone

Obwohl Flavio Briatore seinen langjährigen Ziehsohn Fernando Alonso für den besten Fahrer im Grand-Prix-Zirkus hält, traut er ihm in diesem Jahr den Titel schon nach einem einzigen Rennen nicht mehr zu. Der Ferrari 150 Italia, der den Italienern erstmals seit Kimi Räikkönens Last-Minute-Triumph 2007 wieder die WM-Krone einbringen soll, sei schlicht zu schlecht. «Es klingt vielleicht absurd, aber ich denke, dass Ferrari sich ab sofort auf das Auto für die kommende Saison konzentrieren sollte», spottet Briatore in der finnischen Zeitung «Turun Sanomat».

Ferrari habe zwar das Personal und die finanziellen Möglichkeiten, um das Auto zu verbessern, der Rückstand lasse sich aber nicht von heute auf morgen aufholen. «Eine halbe Sekunde Rückstand auf Red Bull ist eine Ewigkeit», so Briatore. In Melbourne war Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel pro Runde im Schnitt um ebendiese Differenz schneller als seine härtesten Rivalen.

Fünf Rennen in den kommenden zwei Monaten

Briatore glaubt, dass Ferrari mindestens zwei Monate benötigen wird, um Red Bull einigermassen Paroli bieten zu können. Bis dahin stehen die Rennen in Malaysia, China, der Türkei, Spanien und Monaco auf dem Programm. Vettel könnte seinen Verfolgern bis dahin ebenso weit enteilt sein, wie Jenson Button es auf dem Weg zum WM-Titel 2009 mit Brawn GP war. Die einzige Hoffnung, die den Red-Bull-Gegnern derzeit bleibt, ist ein Verbot des bei hohem Tempo etwas gar beweglichen Frontflügels des britisch-österreichischen Rennstalls. Dieser hat die Tests des Automobil-Weltverbands FIA jedoch allesamt bestanden.

Noch härter als mit Ferrari geht Briatore mit Michael Schumacher ins Gericht: «Ein 40-Jähriger kann nicht die gleiche Leistung bringen wie ein 20-Jähriger. Michael befindet sich doch schon halbwegs im Ruhestand. Er ist drauf und dran, hinter seine grossartige Karriere einen unwürdigen Schlusspunkt zu setzen.» Schumacher hatte seine schwachen Leistungen in der Comeback-Saison 2010 vor allem auf Schwierigkeiten mit seinem Mercedes-Boliden zurückgeführt, nun fährt er aber schon wieder hinterher. In Australien bewahrte ihn ein Defekt wohl vor einer Blamage.

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