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Die Kleinen schlagen zurück

Die privaten Formel-1-Teams Sauber, Force India und Lotus fordern ein neues Finanzmodell. Beim Saisonfinale in Abu Dhabi könnte es zu einem Showdown kommen, der die Königsklasse zu sprengen droht.

Die Formel 1 am Scheideweg: Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn schaut besorgt in die Zukunft. Zusammen mit Lotus und Force India will der Hinwiler Rennstall, dass kleinere Teams mehr Einnahmen erhalten.
Die Formel 1 am Scheideweg: Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn schaut besorgt in die Zukunft. Zusammen mit Lotus und Force India will der Hinwiler Rennstall, dass kleinere Teams mehr Einnahmen erhalten.
Keystone
Der grosse Gegenspieler der Revolutionäre ist Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Er plant offenbar die Rennserie ohne die ärmeren Teams.
Der grosse Gegenspieler der Revolutionäre ist Formel-1-Boss Bernie Ecclestone. Er plant offenbar die Rennserie ohne die ärmeren Teams.
Reuters
Die Grafik der Budgets der Formel-1-Teams zeigt, wie gross die Schere ist. Marussia sind schon die Lichter ausgegangen, Caterham kann nur dank Spenden den letzten GP des Jahres bestreiten.
Die Grafik der Budgets der Formel-1-Teams zeigt, wie gross die Schere ist. Marussia sind schon die Lichter ausgegangen, Caterham kann nur dank Spenden den letzten GP des Jahres bestreiten.
Keystone
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Der Unmut der kleineren, aber etablierten Formel-1-Rennställe Sauber, Lotus und Force India ist gross, das Loch in der Kasse auch. Es überrascht nicht, dass das klamme Trio beim Saisonfinale in Abu Dhabi das Gespräch mit Bernie Ecclestone, dem bedeutenden Vermarkter der Königsklasse, suchen wird. Im Kampf um ihre Existenz fordern diese Teams eine Umverteilung der Gelder. Das geht aus einem Brief hervor, den Force Indias Co-Teamchef Robert Fernley an Ecclestone schrieb, auch im Namen von Sauber und Lotus. Es stört sie, dass von den 835 Millionen US-Dollar an Einnahmen vier Schwergewichte – damit dürften Ferrari, Mercedes, Red Bull und McLaren gemeint sein – allein 412 Millionen Dollar kassieren. Daneben fühlen sich die Zuschüsse zwischen 52 und 64 Millionen Dollar, welche die kleineren Rennställe erhalten, wie ein Trinkgeld an. Ausdrücke wie «Machtmissbrauch», «ein fragwürdiges Kartell» oder «Schäden für den Sport» gehen aus dem Schreiben, das der FAZ vorliegt, hervor. Fernley wählte deutliche Worte.

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