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Juristischer Sieg für Van der Garde – Sauber rekurriert

Rennfahrer Giedo van der Garde hat vor einem australischen Gericht seinen Startplatz bei Sauber erfolgreich eingeklagt.

chk/fal
Giedo van der Garde lässt Gnade vor Recht walten – aber nur vorerst. (9. März 2015)
Giedo van der Garde lässt Gnade vor Recht walten – aber nur vorerst. (9. März 2015)
Keystone
Ihm machte ein Defekt an der hinteren Radaufhängung zu schaffen: Marcus Ericsson auf der Strecke in Melbourne. (13. März 2015)
Ihm machte ein Defekt an der hinteren Radaufhängung zu schaffen: Marcus Ericsson auf der Strecke in Melbourne. (13. März 2015)
Paul Crock, AFP
Sass während rund einer Stunde des Trainings in Melbourne im Wagen, fuhr aber keinen Meter: Sauber-Fahrer Felipe Nasr zieht seinen Handschuh aus, bevor er aus dem Wagen steigt. (13. März 2015)
Sass während rund einer Stunde des Trainings in Melbourne im Wagen, fuhr aber keinen Meter: Sauber-Fahrer Felipe Nasr zieht seinen Handschuh aus, bevor er aus dem Wagen steigt. (13. März 2015)
William West, AFP
Ihre Verhaftung fordert der Anwalt des Fahrers Giedo van der Garde: Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn (r.) spricht mit Mitarbeitern, während ihre Fahrer nicht zum Training starten können.
Ihre Verhaftung fordert der Anwalt des Fahrers Giedo van der Garde: Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn (r.) spricht mit Mitarbeitern, während ihre Fahrer nicht zum Training starten können.
William West, AFP
Die anderen drehen ihre Runden, die Sauber-Boliden bleiben stehen: Ein Ferrari fährt an der Sauber-Box vorbei. (13. März 2015)
Die anderen drehen ihre Runden, die Sauber-Boliden bleiben stehen: Ein Ferrari fährt an der Sauber-Box vorbei. (13. März 2015)
William West, AFP
Das Auto ist bereit für das Rennen in Melbourne, das Fahrerteam nicht: Der Sauber C34 auf Testfahrt in Spanien. (2. Februar 2015)
Das Auto ist bereit für das Rennen in Melbourne, das Fahrerteam nicht: Der Sauber C34 auf Testfahrt in Spanien. (2. Februar 2015)
AP Photo/Miguel Morenatti
Er hat gut lachen: Rennfahrer Giedo van der Garde hat vom Gericht in Melbourne einen Startplatz bei Sauber zugesprochen bekommen. (11. März 2015)
Er hat gut lachen: Rennfahrer Giedo van der Garde hat vom Gericht in Melbourne einen Startplatz bei Sauber zugesprochen bekommen. (11. März 2015)
AFP
Der 29-jährige Holländer und letztjährige Sauber-Ersatzfahrer hat geklagt, weil ihn der Schweizer Rennstall trotz rechtsgültiger Übereinkunft nicht als Stammpilot einsetzen will. (9. März 2015)
Der 29-jährige Holländer und letztjährige Sauber-Ersatzfahrer hat geklagt, weil ihn der Schweizer Rennstall trotz rechtsgültiger Übereinkunft nicht als Stammpilot einsetzen will. (9. März 2015)
EPA/Tracey Nearmy
Nach dem Gerichtsentscheid muss Teamchefin Monisha Kaltenborn kurz vor dem ersten Rennwochenende der Saison nochmals über die Bücher.
Nach dem Gerichtsentscheid muss Teamchefin Monisha Kaltenborn kurz vor dem ersten Rennwochenende der Saison nochmals über die Bücher.
EPA/Srdjan Suki
Eigentlich sollten die Piloten Felipe Nasr und ...
Eigentlich sollten die Piloten Felipe Nasr und ...
Sauber/Daniel Reinhard
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Der Supreme Court Victoria gab dem 29-jährigen Holländer am Mittwoch in Melbourne recht. Der letztjährige Ersatzfahrer ist der Meinung, mit Sauber eine rechtsgültige Übereinkunft als Stammpilot für 2015 abgeschlossen zu haben. Der Hinwiler Rennstall hatte darauf beharrt, dass die Einigung mit der Gesellschaft von van der Garde, nicht aber mit ihm persönlich getroffen worden sei.

Ein Schweizer Gericht hatte in der vergangenen Woche in erster Instanz dem Antrag van der Gardes bereits stattgegeben, dass Sauber nichts unternehmen dürfe, um ihn an einem Start zu hindern. Dies wurde nun von dem australischen Gericht bestätigt. Der Hinwiler Rennstall hat allerdings gegen das Urteil rekurriert. Der Entscheid des Rekurses will das Gericht noch heute Nacht MEZ publik machen.

Kein Kontakt mit dem Team

«Ich bin sehr froh», sagte van der Garde nach der Urteilsverkündung. «Ich bin sehr fit und stark. Ich freue mich darauf, zum Team zurückzukehren. Wir werden hart arbeiten, um am Wochenende das beste herauszuholen», sagte der Fahrer in Melbourne. Van der Gardes Anwalt meinte am Mittwoch in Australien, seinem Klienten sei es bisher nicht gelungen, mit dem Team Kontakt aufzunehmen.

Sauber zeigte sich enttäuscht über den Entscheid. «Wir müssen uns nun die Zeit nehmen, die Konsequenzen dieses Entscheids zu verstehen sowie die Auswirkungen auf unseren Saisonstart zu evaluieren», liess Teamchefin Monisha Kaltenborn in einem Statement verlauten. «Allerdings können wir nicht die Sicherheit unseres Teams, oder anderer Fahrer auf der Strecke gefährden, nur um dem Wunsch eines unvorbereiteten Fahrers nachzukommen, Rennen für uns zu bestreiten. Und dies in einem Fahrzeug, das auf zwei andere Fahrer zugeschnitten wurde.»

Training am Freitag

Mit dem Urteil spitzt sich die Lage beim von Peter Sauber gegründeten und seit Ende 2012 von Kaltenborn geführten Privatrennstall, dem viertältesten nach Ferrari, McLaren und Williams, zu. Das Team hat den Brasilianer Felipe Nasr und den Schweden Marcus Ericsson für diese Saison als Stammpiloten verpflichtet. Das erste Training für den Grand Prix von Australien am Sonntag steht bereits am Freitag im Albert Park von Melbourne im Programm. Der Rechtsanwalt von Nasr und Ericsson hatte am Montag betont, dass beide durch ihre Sponsoren Gelder in Höhe von mehreren Millionen mitbrächten. Ein freiwilliger Verzicht auf einen Startplatz eines der beiden Piloten erscheint ausgeschlossen.

Sauber hatte sich nach der bisher schlechtesten Saison in der Unternehmensgeschichte - das Team gewann 2014 keinen WM-Punkt - auch vom zweiten Fahrer Adrian Sutil trotz eines noch gültigen Vertrages getrennt. Ob auch der Deutsche rechtliche Schritte gegen das Team einleitet, ist derzeit nicht auszuschliessen.

(si)

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