Merkwürdige Gedanken an Schumacher und eine Milliarden-Wette

Am Sonntag startet die Formel 1 in die neue Saison. Boss Bernie Ecclestone umschreibt seine Erwartungen und Gefühle.

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Thomas Niggl@tagesanzeiger

Die Formel 1 startet mit dem Grossen Preis von Australien in die neue Saison. Bernie Ecclestone, der Chef der Rennserie, ist mit seinen Gedanken aber auch beim siebenfachen Weltmeister Michael Schumacher, der nach seinem schweren Skiunfall vom 29. Dezember 2013 zurzeit in seiner Villa im schweizerischen Gland unter Obhut seiner Familie und völlig abgeschirmt vor der Öffentlichkeit nach wie vor um die Rückkehr zumindest in ein einigermassen normales Leben kämpft.

Im einem Interview mit der «Welt am Sonntag» blickt der 84-jährige Ecclestone noch einmal auf den tragischen Unfall zurück, bei dem Michael Schumacher ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten und danach während Monaten im Koma gelegen hatte. «Ich weiss nichts über seinen aktuellen Zustand. Das klingt merkwürdig, aber wenn er sich schon in diesem beklagenswerten, traurigen Zustand befindet, wäre es wohl folgerichtiger gewesen, wenn ihm ein Unfall im Rennsport passiert wäre statt beim Skifahren. Das ist die Tragödie bei dieser Geschichte. Er hatte eine Menge Unfälle und nahm eine Menge anderer Risiken in Kauf. Wenn ihm dabei etwas passiert wäre, dann wäre es eben so gewesen. Aber so? Es war ja noch nicht einmal ein Skirennen.»

«Ich setze sogar alles, was ich besitze»

In der «Welt am Sonntag» äussert sich Ecclestone auch über den Deutschen Sebastian Vettel, der in dieser Saison wie einst sein Landsmann Michael Schumacher für Ferrari fährt. Vettel, der mit Red Bull viermal Weltmeister wurde, werde sich bei seinem neuen Rennstall nur schwer nach oben kämpfen können. «Ich hoffe, dass Sebastian einen Aufbau schaffen kann wie damals Todt (damaliger Teamchef, Anm. d. Red.) und Schumacher. Michael hat Ferrari geführt. Ich glaube nicht, dass Sebastian in dieser Position sein wird.»

Für diese Saison erwartet Ecclestone erneut einen Mercedes-Piloten als Weltmeister, prognostiziert allerdings nicht, ob es sich dabei um Titelverteidiger Lewis Hamilton oder Nico Rosberg handelt. Er sagt bloss: «Ich setze sogar alles, was ich besitze, auf diesen Tipp.» Und das ist eine ganze Menge. Laut der aktuellen «Forbes»-Liste besitzt Ecclestone 3,6 Milliarden Euro!

thunertagblatt.ch/Newsnetz

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