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Moto-2-Titel: Das Duell spitzt sich zu

Der Emmentaler Tom Lüthi verpasst seinen ersten Saisonsieg knapp: Im holländischen Assen überholt ihn WM-Leader Franco Morbidelli erst während der Schlussrunde.

Konstant schnell: Tom Lüthi (links) fährt auch in Holland aufs Podest.
Konstant schnell: Tom Lüthi (links) fährt auch in Holland aufs Podest.
Keystone

Der Kampf um den Moto-2-Titel läuft je länger, je mehr auf ein ­Duell zwischen Tom Lüthi und Franco Morbidelli hinaus. Als der Emmentaler im Grand Prix der Niederlande in der fünftletzten Runde die Führung übernahm, schien es einen Moment lang, als könnte er mit seinem ersten Triumph seit letztem Oktober gleichzeitig auch an die Spitze der WM-Wertung vorstossen.

Doch der acht Jahre jüngere und überaus formstarke Römer vermochte in Assen nochmals zuzulegen. Er siegte mit weniger als zwei Zehnteln Vorsprung vor Lüthi, der in der Gesamtwertung 12 Punkte Rückstand (136:148) aufweist. Der drittklassierte Spanier Alex Marquez, in Assen nur Sechster, totalisiert nach 8 von 18 Saisonrennen «erst» 113 Zähler.

Rossis 115. Sieg

Die letzte Runde des spektakulären Rennens hatte der 14-fache GP-Sieger Lüthi als Führender in Angriff genommen. Doch wenige Kurven vor Schluss zog Morbidelli an einer Stelle vorbei, an welcher er den Schweizer zuvor schon einmal überholt hatte. Lüthi versuchte nochmals zu kontern, allerdings ohne Erfolg.

Nicht auf Touren kam derweil Dominique Aegerter. Der Oberaargauer belegte mit 14,5 Sekunden Rückstand nur den 12. Rang – und war danach überaus enttäuscht. Der 26-Jährige konnte nur zu Beginn den Kontakt zur erweiterten Spitze halten. Immerhin verteidigte er mit nunmehr 50 Zählern Rang 8 in der WM-Wertung.

In der Königsklasse kam Valentino Rossi zu seinem 115. GP-Triumph – dem ersten seit über einem Jahr. Der italienische Yamaha-Pilot (38) siegte mit gerade einmal 0,063 Sekunden Vorsprung vor Danilo Petrucci.

Noch trennen ihn sieben Erfolge von der Bestmarke Giacomo Agostini, welcher in den Sechziger- und Siebzigerjahren 122 Rennen gewonnen hatte. Weil Maverick Viñales stürzte, übernahm Andrea Dovizioso (115 Punkte) die WM-Führung. Der neunfache Weltmeister Rossi liegt nur sieben Zähler zurück.

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