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Warum die Konkurrenten Hamilton nicht mögen

Mit 23 Jahren ist der Engländer der jüngste Weltmeister der Geschichte. Doch mindestens im Formel-1-Business nicht der beliebteste.

Zum ersten Mal gewann der Argentinier Juan Manuel Fangio 1951 im Alfa Romeo die Weltmeisterschaft.
Zum ersten Mal gewann der Argentinier Juan Manuel Fangio 1951 im Alfa Romeo die Weltmeisterschaft.
Keystone
Der Italiener Alberto Ascari gewann sowohl 1952...
Der Italiener Alberto Ascari gewann sowohl 1952...
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Der Deutsche Sebastian Vettel krönte sich am 14. November 2010 dank seinem Triumph in Abu Dhabi mit 23 Jahren und 134 Tagen zum jüngsten Weltmeister der Geschichte.
Der Deutsche Sebastian Vettel krönte sich am 14. November 2010 dank seinem Triumph in Abu Dhabi mit 23 Jahren und 134 Tagen zum jüngsten Weltmeister der Geschichte.
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Dass Peter Sauber am Sonntag am Fernsehen sagte, dass niemand Freude am Titel von Lewis Hamilton hätte, ist verständlich. Schliesslich ist der Schweizer der Entdecker von Felipe Massa, dem Brasilianer, dem Hamilton in der letzten Runde noch den WM-Titel wegschnappte. Doch so wie Sauber denken viele im Formel-1-Zirkus.

Viele mögen den Senkrechtstarter, der 2007 gleich in seiner Debüt-Saison in den ersten neun Rennen aufs Podest fuhr, nicht. Sie halten ihn für arrogant und auf der Piste für zu rücksichtslos.

«Sie kennen mich einfach nicht gut genug»

Für Hamilton ist diese Situation nicht neu. Seit er acht Jahre alt ist, fährt er schneller als seine Konkurrenten. Freunde schafft man sich auf diese Weise nicht. «Das war schon während meiner ganzen Karriere ähnlich», sagte der Brite in einem Interview mit dem «Observer». «Ich komme irgendwohin und bin erfolgreich... Dann ist das halt so. Es ist wie, wenn du Michael Schumacher bist und ein Junger kommt und schlägt dich, dann wirst du nicht begeistert sein. Ich bin sicher, dass sich jeder so sein Bild macht.»

Seinen Erfolg sieht Hamilton aber nicht als einzigen Grund dafür, dass er im Fahrerfeld nicht beliebt ist. «Ich verkehre privat nicht mit anderen Piloten», sagt der Weltmeister. «Ich bin nicht Mitglied der Fahrervereinigung GDPA. Ich sitze nicht mit ihnen herum und spiele Poker. Deshalb kennen sie mich gar nicht richtig. Ich denke eigentlich nicht, dass sie mich nicht mögen. Sie kennen mich einfach nicht gut genug.»

«Wir sind Gegner»

Für gemütliches Zusammensein mit den Berufskollegen hat Hamilton ohnehin wenig Zeit. Der jüngste Champion der Geschichte ist mit Sponsorenaktivitäten, Medien-Terminen und den langen Meetings mit den Ingenieuren ausgelastet.

Wie kommt der 23-Jährige mit der Rolle des einsamen Wolfs zurecht? «Ich bin deswegen nicht besonders beunruhigt», sagt Hamilton. «Ich habe im Lager einige wirklich gute Freunde und ich habe echt gute Freunde im Leben.» Offensichtlich will er sich auch nicht ändern. «Wir sind Gegner. Wir sind nicht hier, um im Fahrerlager miteinander zu spielen.»

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