Zum Titel gerast

Der Autorennfahrer Patric Niederhauser aus Münsingen hat sich den Gesamttitel in der ADAC GT Masters gesichert.

Patric Niederhauser jubelt nach seinem Titelgewinn in Deutschland.

Patric Niederhauser jubelt nach seinem Titelgewinn in Deutschland.

(Bild: zvg)

Vor rund 18'000 Zuschauern im Motodrom und geschätzt einer halben Million vor den TV-Geräten krönte sich Patric Niederhauser in Hockenheim vorzeitig zum Champion in der hart umkämpften ADAC-GT-Masters-Serie. Zusammen mit seinem südafrikanischen Teamkollegen Kelvin van der Linde steuerte er seinen Audi R8 LMS mit 5,158 Sekunden Vorsprung zum zweiten Saisonsieg und damit zum Titel in der Liga der Supersportwagen.

«Super.» «Gut gemacht.» «Schnell und kontrolliert.» «Lass es weiter fliegen, gratuliere.» Viele Kollegen und Freunde liessen auf Facebook und Instagram Niederhausers elektronischen Briefkasten fast überquellen. «Zwei Tage brauchte ich, um mich bei allen Fans zu bedanken.» So ganz überraschend ist der Titelgewinn jedoch nicht, hatte Niederhauser doch bereits letzte Saison in der Blancpain GT Series Asia eine Hand am Pokal. Auf seinem Mercedes AMG GT3 behauptete der Aaretaler die Leaderposition, ehe er am letzten Rennwochenende von einem Konkurrenten abgeschossen wurde.

So resultierte schliesslich «nur» Rang drei. Als einer der besten und beständigsten Fahrer im Feld empfahl sich Patric Niederhauser deshalb für die laufende Saison beim deutschen Team HCB-Rutronik Racing. Mit der Konsequenz, im rennfreien Winterhalbjahr erstmals in seiner Karriere nicht auf Betteltour bei seinen Sponsoren gehen zu müssen. «Da ich heuer mit einigem Erfolg auch die GT4 European Series bestritt, erlauben es mir die Preisgelder, die Saison quasi mit einer schwarzen Null abzuschliessen», zieht der Aaretaler Bilanz.

Toller Job der ganzen Crew

Als entscheidende Faktoren, die zum Titelgewinn führten, nennt «Nidi», wie der 27-Jährige gerufen wird, die Crew, die ihm und seinem Teamkollegen immer ein schnelles Auto hinstellte und der Defekthexe stets Paroli bot.

«Mit zwei letzten, möglichst perfekten Rennen möchten wir am Wochenende auf dem Sachsenring dem ganzen Team, das einen sensationellen Job erfüllte, mit dem angestrebten Sieg in der Teamwertung etwas zurückgeben», sagt Niederhauser. Der Münsinger hofft, auch 2020 in einem kompetitiven Team (womöglich wieder bei HCB-Rutronik Racing im gleichen Wettbewerb) Gas geben zu dürfen.

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