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Gefährliche Aussenseiterin

Die Berner Oberländerin Nathalie von Siebenthal bestreitet an den Winterspielen in Pyeongchang am Donnerstag ihr zweites Rennen. Über 10 km Freistil darf sich die 24-Jährige einiges ausrechnen.

Nathalie von Siebenthal im Einsatz in Pyoengchang.
Nathalie von Siebenthal im Einsatz in Pyoengchang.
Keystone

Nathalie von Siebenthal zieht am Donnerstagmorgen Schweizer Zeit (7.30 Uhr) in Pyeongchang ihre zweite Trumpfkarte. Im Rennen über 10 km Skating mit Intervallstart ist ein Diplom Pflicht, als Kür greift die Langläuferin womöglich in den Kampf um die Medaillen ein.

Die Berner Oberländerin zählt zur erweiterten Weltspitze, diesen Beweis ist sie nach Rang 4 an der WM 2017 sowie Platz 6 am letzten Samstag (jeweils im Skiathlon) nicht mehr schuldig. Vor ihrem zweiten Einsatz ist im Schweizer Team Zuversicht spürbar. Das Material jedenfalls dürfte passen.

Die Servicecrew rüstete von Siebenthal im Skiathlon bestmöglich aus. Der Skating-Ski funktionierte perfekt, wohl sogar besser als jene der Norwegerinnen. Bergab schien die Schweizerin eher schneller zu gleiten als ihre direkten Konkurrentinnen.

Konkurrenz muss schwächeln

Die Prognosen lassen auf einen regulären Wettkampf schliessen. Heftige Windböen dürften ausbleiben, die Temperaturen tagsüber leicht ins Plus steigen. Deshalb werden die Besten wohl hohe Startnummern wählen, denn nach Sonnenuntergang könnten die Verhältnisse etwas eisiger und somit schneller werden.

Die 10-km-Läuferinnen spulen in Pyeongchang ihre Runden im Skating-Stil ab. Von Siebenthal ist von ihren körperlichen Voraussetzungen her für diese Technik prädestiniert. Ihre Vorteile in den Anstiegen vermag sie gleitend besser auszuspielen als im Diagonalschritt. Zudem fallen die Doppelstockpassagen im Flachen weg, in welchen kräftige Athletinnen wie Marit Björgen mehr Schub erzeugen.

Ein Coup hängt im Fall der 24-jährigen von Siebenthal nicht nur vom eigenen Leistungsvermögen ab, die Konkurrenz muss schwächeln. Im Normalfall gibt es an der Schwedin Charlotte Kalla, Björgen sowie der Amerikanerin Jessica Diggins kein Vorbeikommen.

Und auch die Finnin Krista Pärmäkoski und die Norwegerinnen Heidi Weng, Ragnhild Haga und Ingvild Flugstad Östberg müssen erst bezwungen werden. Doch mit von Siebenthal, der Österreicherin Teresa Stadlober und der Schwedin Ebba Andersson steht ein Trio bereit, welches bei den Buchmachern mit derselben Quote auf den Positionen 8 bis 10 geführt wird.

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