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«Längst nicht alle Helfer können Englisch»

Hans Pieren (56) aus Adelboden ist im Yongpyong Ski Resort für die Präparierung der technischen Pisten ­zuständig. Er berichtet aus Südkorea.

Hans Pieren präpariert in Südkorea die technischen Pisten. Er ist auch Rennleiter des Weltcups Adelboden.
Hans Pieren präpariert in Südkorea die technischen Pisten. Er ist auch Rennleiter des Weltcups Adelboden.
Christian Pfander

Ich war im Dezember bereits während zwei Wochen in Südkorea. Und schon damals war es kalt und windig, entsprechend sind wir, was die Wetterbedingungen betrifft, nicht überrascht worden.

Allerdings war es eine Herausforderung, die Piste bei bis zu minus 20 Grad zu wässern, um sie hart zu machen, aber nicht spiegelglatt, weil das die Frauen nicht mögen. Mit einem etwas anderen Vorgehen ist uns das aber gelungen; die Piste präsentiert sich in einem tollen Zustand.

Unsere grösste Schwierigkeit ist die Zusammenarbeit mit den Helfern. Mein Assistent und ich haben 110 Leute zur Verfügung, hauptsächlich Koreaner. Längst nicht alle können Englisch, also musst du so viel wie möglich vorzeigen und hoffen, dass irgendeiner ein paar Brocken Englisch spricht und übersetzen kann.

Das kostet viel Zeit, und es führt zuweilen zu Missverständniss

«Unsere grösste Schwierigkeit ist die Zusammenarbeit mit den Helfern.»

Hans Pieren

en. Ein weiteres Problem sind die strikten finanziellen Vorgaben: Wir haben im Vergleich mit den letzten Winterspielen nicht einmal die Hälfte der Helfer zur Verfügung gestellt bekommen.

Und weil der Skisport in Südkorea keinen grossen Stellenwert geniesst, wir aber kaum auf ausländisches Personal zurückgreifen können, verfügen wir auch nicht über das nötige Know-How. Bei schwierigen Wetterverhältnissen, wie sie in diesem Winter fast alle Weltcup-Veranstalter erlebten, wären wir schnell am Anschlag.

Da ich erstmals auch für die Pistenpräparierung bei den Paralympics verantwortlich sein werde, bleibe ich bis Ende März hier. Obwohl ich lange von zuhause weg bin, habe ich nicht allzu viel Gepäck mitgenommen.

Neben Kleidern eine Handschleifmaschine, eine Bohrmaschine sowie Toblerone und Schweizer Sackmesser. Letzteres vergebe ich an Helfer für besondere Leistungen. Das kommt gut an, wobei ich aufpassen muss, wem ich Schokolade und Sackmesser schenke, damit es kein böses Blut gibt.

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