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Leaderrolle statt Karriereende

Nach nur einer gemeinsamen Saison trennen sich die Brüder Lukas und Mathias Flückiger wieder – für beide ein Vorteil.

Lukas Flückiger nahm trotz Trainingsrückstand am Heimrennen, dem Flückiger-Cross in Madiswil, teil.
Lukas Flückiger nahm trotz Trainingsrückstand am Heimrennen, dem Flückiger-Cross in Madiswil, teil.
Marcel Bieri
Bruder Mathias Flückiger verzichtete auf einen Start.
Bruder Mathias Flückiger verzichtete auf einen Start.
Marcel Bieri
Das 7. Flückiger-Cross lockte zahlreiche Zuschauer an.
Das 7. Flückiger-Cross lockte zahlreiche Zuschauer an.
Marcel Bieri
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Anfang Jahr schien das noch ein Glücksfall zu sein: Der Berner Bikehersteller Thömus und Ralph Näf schlossen sich zusammen. Die Oberaargauer Lukas und Mathias Flückiger hatten damit wieder ein Team, und erst noch das gleiche. Mit der Marke Flückiger Brothers hofften sie, sich werbewirksam zu positionieren.

Nur elf Monate später zieht Mathias ein ernüchterndes Fazit: «Ich habe mir mehr erhofft, viel mehr.» Es war ihnen nicht gelungen, entscheidende Sponsoren zu generieren. Beide fuhren die Saison zum Nulltarif, ohne Einkommen. Während Lukas sportlich ein enttäuschendes Jahr einzog, feierte Mathias mit seinem ersten Weltcupsieg und dem Schweizer-Meister-Titel immerhin bedeutende Erfolge.

«Nur Math generierte Sponsoren fürs Team», weiss Lukas. Weil die finanziellen Mittel indes nur für einen Flückiger reichen, war für den 34-Jährigen klar. «Die gemeinsame Zeit mit Math erwies sich als kurzes Intermezzo. Ich musste auf Teamsuche, das war extrem frustrierend.» Unweigerlich musste sich der WM-Zweite von 2012 mit dem Karriereende beschäftigen.

Dann ging unverhofft bei BMC eine Tür auf. Vor seinem Wechsel zu Thömus war Lukas bereits fünf Jahre für das Team aus Grenchen gefahren. Nun kehrt er zurück. Mit seiner Erfahrung soll er sogar eine Captainrolle im Team übernehmen. Der Zweijahresvertrag erlaubt ihm zudem wieder, von seinem Sport zu leben. «Ich freue mich, das entlastet mich extrem», gesteht Lukas.

Auch Mathias ist erleichtert: «Für Luk ist das ein absoluter Glücksfall.» Selber hat der 30-Jährige mehrere Optionen. Er dürfte indes bei Thömus bleiben, eine offizielle Bestätigung steht noch aus. Sicher ist, die Flückiger Brothers verdienen 2019 nun wieder Geld. Und wenn sie auch nicht mehr im gleichen Team sind, so bleiben ihre Ziele unverändert: Sie wollen 2020 an die Olympischen Spiele in Tokio, dann gemeinsam im Schweizer Team.

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