Abwarten bei Spinola

Die aktuelle Spielzeit ist für den BSV Bern mit der dritten Niederlage gegen Kadetten Schaffhausen zu Ende gegangen. Wie geht es weiter bei den Berner Handballern?

Pedro Spinola verletzte sich im November Achillessehne. Noch ist unklar, ob der Portugiese in der nächsten Saison wieder für den BSV auflaufen wird.

Pedro Spinola verletzte sich im November Achillessehne. Noch ist unklar, ob der Portugiese in der nächsten Saison wieder für den BSV auflaufen wird.

(Bild: Andreas Blatter)

Reto Pfister

«Wir wollen stabiler und konstanter werden», nennt Daniel Weber, der Sportchef des BSV Bern, ein Ziel für das Handballjahr 2019/2020. Die aktuelle Spielzeit ist für die Berner mit der dritten Niederlage gegen die Kadetten Schaffhausen zu Ende gegangen. Weber bezeichnet die Saison als «gut, aber nicht überragend.»

Zur grösseren Stabilität gehört auch eine bessere Abwehrarbeit. Diese wird in zentralen Positionen von neuen Akteuren verrichtet werden. Thomas Heer (Rücktritt) und Jakub Szymanski (Ziel offen) verlassen den Verein, für sie wurden der Kroate Ante Kaleb und der junge Schweizer Samuel Weingartner (Gossau) verpflichtet.

Die beiden Rückraumspieler gelten auch als abwehrstark, Weingartner fiel allerdings zuletzt wegen Ermüdungsbrüchen in beiden Schienbeinen häufig aus. «Von medizinischer Seite aus sollten die Verletzungen kein Problem darstellen, sodass er bei uns in gesundem Zustand einsteigen sollte», sagt Weber.

Seit November 2018 konnte Pedro Spinola wegen eines Achillessehnenrisses nicht mehr ins Geschehen eingreifen. Sein Vertrag läuft aus, eine Verlängerung hängt davon ab, ob der 36-Jährige wieder volle Fitness erlangt. Der Linkshänder hat das Aufbautraining in seinem Heimatland Portugal erfolgreich hinter sich gebracht.

Nach einem Arzttermin sind Gespräche zwischen ihm und der Vereinsführung angesetzt. Sollte es nicht mehr weitergehen, müssen sich die Berner auf die schwierige Suche nach einer Verstärkung im rechten Rückraum machen. Linkshänder von guter Qualität gibt es nicht wie Sand am Meer; einen geeigneten Ersatz zu finden, wäre nicht einfach.

Welcher Europacup?

Noch nicht entschieden hat sich die Vereinsleitung, ob sie erneut versuchen will, international vom Challenge Cup in den EHF-Cup aufzusteigen. Im Challenge Cup nehmen keine Teams aus den besten sechs Nationen Europas teil. Unsicher ist, ob der BSV überhaupt aufrücken könnte; die Schweiz ist im Clubranking abgerutscht. «Im EHF-Cup sind die Gegner interessanter, aber auch der Challenge Cup hat an Attraktivität gewonnen», sagt Weber.

Auf der nationalen Ebene wünscht sich der BSV-Sportchef, dass die Berner vermehrt gegen die Topmannschaften der NLA punkten, auch auswärts. «Ich hätte mir auch gewünscht, dass wir die Kadetten bereits jetzt stärker herausfordern und an die Leistungsgrenze bringen können. Nachdem wir uns die Halbfinalqualifikation mit unglaublichem Willen verdient haben», sagt er. 2019/2020 soll leistungsmässig ein weiterer Schritt nach vorne erfolgen.

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