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Bekannte Hornusser in Gefahr

In der NLA-Saison 2019 steigen vier statt zwei Teams ab.

Reto Pfister
Martin Stettler (Richigen) will in der NLA verbleiben. Foto: Andreas Blatter
Martin Stettler (Richigen) will in der NLA verbleiben. Foto: Andreas Blatter

Martin Stettler ist seit mehr als einem Jahrzehnt einer der besten Hornusser, er spielt für die HG Richigen. Simon Rytz, Torhüter des Eishockey-Swiss-League-Clubs Olten, ist zugleich Präsident der HG Lyss. Auch sein Bruder Philipp, der mit dem SC Langenthal den Meistertitel der zweithöchsten Spielklasse geholt hat, spielt für die Seeländer.

Die Rytz-Brüder und Stettler gehören Teams an, die in der Saison 2019 aufpassen müssen. Aufpassen, sich nicht plötzlich in der NLB wiederzufinden.

Keine Nummern kassieren

Ab dem nächsten Jahr umfasst die NLA nur noch 14 statt 16 Teams. Diesen Entscheid fällte der Verband, weil die Leistungsunterschiede zwischen der Spitze und den schwächeren Teams in den letzten Jahren grösser geworden sind. Als Folge davon steigen 2019 vier statt zwei Equipen ab.

Als Kandidaten für eine Relegation gelten die beiden Aufsteiger Biglen-Arni und Wichtrach, dazu Rüdtligen-Alchenflüh und Lyssach. Aber eben auch Teams wie Richigen und Lyss. Richigen wäre am letzten Spieltag 2018 beinahe noch abgestiegen. «Wir haben dreimal gegen schwächer eingestufte Teams eine Nummer kassiert», schildert Martin Stettler, der bei den Mittelländern auch Spielführer ist, das grösste Problem in der letzten Saison. Die Priorität liege nun klar darin, keine Nousse fallen zu lassen.

Beim Abtun haben die Richiger einige Positionswechsel vorgenommen, zusätzlich kann das Team neu auf Christian Wyss zählen. Dieser ist aus der B-Mannschaft aufgerückt und in der Arbeit mit der Schindel versiert. Stettler ist überzeugt davon, dass sein Team mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben wird.

«Im Normalfall sollten wir im Mittelfeld klassiert sein, mit Glück auf einem Rang zwischen 5 und 7.» Sollte Richigen den Weg in die NLB antreten müssen, würde der 36-Jährige dem Team trotzdem treu bleiben.

In Lyss sieht sich Simon Rytz mit der Herausforderung konfrontiert, dass die Saisonvorbereitung in jene Zeit fällt, in der er in den Eishockey-Playoffs gefordert ist. «Ich habe gute Leute im Vorstand um mich herum», sagt der 35-Jährige. «So ist es möglich, gleichzeitig Eishockeyprofi und Präsident einer Hornussergesellschaft zu sein.»

Das Problem der Seeländer war zuletzt die Konstanz, sowohl bei den Leistungen als auch in der Teamzusammensetzung. Auch diesmal verliessen mit Heinz Keller, Patrick Wäckerlin (beide Zuchwil) und Brian Jost (Biglen-Arni) drei bestandene Hornusser Lyss, Rytz ist überzeugt, dass die Abgänge durch Marc Münger, Stephan Weber und Christopher Reid kompensiert werden. «Angst vor dem Abstieg haben wir nicht», sagt Rytz. Sorglos agieren darf aber auch sein Team keinesfalls.

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