Blitztor nach 4 Sekunden

Dem FC Köniz ist der Start in die neue Saison in der Promotion League geglückt. Gegen Nyon resultierte bereits der zweite Sieg im dritten Spiel für die junge Equipe.

Evan Melo (ganz rechts) jubelt nach seinem Treffer nach vier Sekunden.

Evan Melo (ganz rechts) jubelt nach seinem Treffer nach vier Sekunden.

(Bild: Stefan Wermuth)

Adrian Lüpold

Es ist mit Sicherheit einer der schnellsten Treffer in der Historie des Schweizer Fussballs. Läppische vier Sekunden waren im Duell in der Promotion League zwischen dem FC Köniz und Stade Nyon erst gespielt, als der Ball schon im Netz der verdutzten Westschweizer zappelte. Der Könizer Angreifer Evan Melo hatte es unmittelbar nach dem Anpfiff von der Mittellinie aus mit einem strammen Weitschuss einfach mal versucht. Und der Ball flog wie ferngesteuert in einem hohen Bogen über den zu weit vor seinem Gehäuse postierten Nyon-Goalie Dario Thürkauf und schlug ein wie ein Sommerblitz zur 1:0-Führung für Köniz. «Ich habe es einfach probiert und es hat geklappt», sagte Melo nach dem Spiel schmunzelnd.

Mit diesem positiven Schockmoment im Rücken zeigten die jungen Könizer – das Durchschnittsalter lag bei knapp 23 Jahren –, weshalb sie ihr Coach Silvan Rudolf vor der Saison als frech und unbekümmert eingestuft hatte. Die Vorstädter jagten die Westschweizer mit ihrem punktuell eingesetzten Pressing regelrecht über den Platz. Und selbst als Nyon den Tritt besser gefunden und den 1:1-Ausgleich geschossen hatte (34.), liessen sich die Könizer nicht von ihrem von Mut und Laufstärke gekennzeichneten Matchplan abbringen. Raffael Sablatnig brachte den FCK nach einem Corner kurz vor der Pause wieder in Führung.

Es passte zum unbekümmerten Auftritt, dass auch das 3:1 nach einem Kunstschuss fiel (62.). Drin Budakova zirkelte einen Corner mit seinem linken Fuss mit viel Effet direkt in den hinteren Winkel. In der Folge verwaltete Köniz die Führung mit Geschick, viel Einsatz und starken Paraden von Torhüter Joschua Neuenschwander und sicherte sich so den zweiten Sieg im dritten Spiel – das zweite Tor von Nyon in der Nachspielzeit fiel nicht mehr ins Gewicht.

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