Zum Hauptinhalt springen

BSV Bern verliert Hinspiel

Ein dezimierter BSV Bern hat das Achtelfinal-Hinspiel gegen Potaissa Turda 33:36 verloren. Die Berner zogen gegen die kräftigen Rumänen in der Defensive oft den Kürzeren.

Reto Pfister
Sebastian Schneeberger (BSV; Mitte) wird von den körperlich starken Gegnern gestoppt.
Sebastian Schneeberger (BSV; Mitte) wird von den körperlich starken Gegnern gestoppt.
Andreas Blatter

Auf der Bank des BSV Bern klafften gestern grosse Lücken. Von den am letzten Donnerstag als verletzt gemeldeten Spielern kehrte keiner ins Team zurück, vielmehr wies die Liste der Abwesenden einen weiteren wichtigen Akteur auf: Pedro Spinola zog sich im Training am Freitag einen Wangenknochenbruch zu, nachdem ein Mitspieler mit der Schulter in sein Gesicht geprallt war.

Der Portugiese dürfte einige Zeit ausfallen. So standen Trainer Aleksandar Stevic für das Achtelfinal-Hinspiel gegen Potaissa Turda aus Rumänien lediglich neun Feldspieler und zwei Torhüter zur Verfügung, während die Osteuropäer fünf Akteure mehr zur Verfügung hatten. Die 33:36-Niederlage in einem von hohem Tempo geprägten Spiel ist so zum Teil erklärbar. Dennoch herrschte bei den Bernern Zuversicht, dass man in einer Woche in Siebenbürgen nicht chancenlos ist. Obwohl man dort das Publikum gegen sich hat.

Zu wenig Widerstand

Der Rückstand aus BSV-Sicht kam in der zweiten Halbzeit zustande, als die Gäste zeitweise gar mit fünf Treffern in Vorsprung lagen. Das Problem der Gastgeber lag nicht im Angriff, obwohl es auch da einige technische Fehler gab. Vielmehr vermochten sie in der Deckung den kräftigen Rumänen zu wenig Widerstand entgegenzusetzen, die Torhüter hielten kaum einen Ball.

In dieser Partie wurde ersichtlich, warum die Verantwortlichen sich überlegen, für die nächste Saison ein komplett neues Goaliegespann zu engagieren. Renato Milosevic (berufliche Gründe) wird durch Simon Schelling ersetzt, bei Edin Tatar ist fraglich, ob sein Vertrag verlängert wird.

«Wir liessen zu viele Würfe aus dem Rückraum zu», meinte Sebastian Schneeberger, der derzeit wegen der vielen Verletzten als Rechtshänder am rechten Flügel agieren muss. «Viel Freude hatte ich erst nicht daran», bekannte er. «Ich habe jedoch rasch einen Weg gefunden, wie ich auf dieser Position spielen muss.» Schneeberger ist gross und sprungkräftig. Gegen Turda gelangen ihm so fünf Tore; er wurde gar zum besten Spieler des BSV Bern ausgezeichnet.

Im Verbund verteidigen

«Wir sind nicht weit weg von diesem Gegner. Wir haben noch eine Chance, weiterzukommen», meinte derweil Rückraumspieler Matthias Gerlich. «Wenn wir im Verbund besser verteidigen und Turda das Werfen erschweren, haben wir eine Chance.» Auch wenn dann wieder nicht alle Plätze im Kader besetzt werden können.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch