Das Rückgrat und eine Schulter, die schmerzt

Seit Nicolas Suter zurück ist, spielt Wacker wieder erfolgreich.

Agil: Nicolas Suter (Mitte).

Agil: Nicolas Suter (Mitte).

(Bild: Manuel Zingg)

Adrian Horn

Banking and Finance studiert Nicolas Suter, und es bietet sich daher irgendwie an, zunächst ein paar Zahlen zu nennen. Die ersten 5 Finalrundenspiele verpasste der Rückraumakteur, Wacker gewann da bloss 1-mal und kassierte im Schnitt 29,2 Tore pro Partie. In den jüngsten 4 Begegnungen konnte der Aargauer mittun, die Thuner gewannen 2-mal und erhielten während der jeweiligen 60 Minuten im Mittel 24,25 Treffer. Die beiden Matchs, welche die Berner Oberländer derweil verloren, endeten mit einem Tor Unterschied. Und vor allen Dingen wurde Martin Rubins Mannschaft vor zwei Wochen Cupsieger: mit Suter.

Remo Badertscher, Assistenztrainer und Teammanager, ist ob der Zahlen nicht allzu verblüfft. Er sagt: «Nicolas ist einer unserer Leader. Er hat einen grossen Einfluss auf unser Spiel und auf unsere Leistung.» Positiv wirkt sich die Gegenwart des Aufbauers selbst dann aus, wenn er im Grunde nicht besonders gut auftritt. Der 24-Jährige gefiel zuletzt sehr wohl; brilliert aber hat er nicht. Doch er steht wie kein anderer für den Tempohandball, auf den die Coachs heuer so sehr setzen.

Gut verteidigen, schnell kontern, einfach treffen: So lautet in dieser Saison das Motto. Und dafür eignet sich der gekonnt zulangende und ausgesprochen dynamische Rechtshänder glänzend. Suter sagt, er definiere sich nicht nur über seine Ausbeute in der Offensive. «Ich mag es, zu decken, und ich will, dass die Gegner ungern gegen mich angreifen.»

Viel Tempo,wenig Würfe aus der Distanz

Wie viele Schweizer Handballer schlägt sich der Aargauer mit körperlichen Problemen herum. Seit November plagen ihn Schulterbeschwerden. Die Schmerzen hätten zuletzt nachgelassen, sagt Suter, deswegen sei er wieder aufgelaufen. Überstanden aber ist die Sache nicht. Der Rückraumakteur erzählt, er habe sein Spiel angepasst. Er versucht nun, mit noch höherem Tempo zu agieren und damit zu punkten. Würfe aus der Distanz waren von ihm in den letzten Wochen kaum zu sehen.

Aber offensichtlich vermag ein angeschlagener Suter einiges zu bewirken. Er erinnert in dieser Hinsicht an Lukas von Deschwanden, seinen Vorgänger als Führungskraft in Deckung und Aufbau. Badertscher sagt, Suter sei damals auch im Hinblick auf einen Abgang des Leaders aus dem Kanton Uri verpflichtet worden. «Und wir sind sehr zufrieden mit ihm und damit, wie er sich entwickelt hat.»

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