Der Cupsieger bleibt im Cuprennen

Der Cupviertelfinal zwischen dem UHC Thun und den Tigers Langnau war eine einseitige Angelegenheit. Am Ende gewannen die Tigers 10:2. Diese drei Gründe sorgten für die Differenz im Derby.

Zehnmal zappelt der Ball im Netz der Thuner. Hier trifft Yannick Glauser zum 1:7.

Zehnmal zappelt der Ball im Netz der Thuner. Hier trifft Yannick Glauser zum 1:7.

(Bild: Patric Spahni)

Marco Spycher

Die Ausgangslage

Eigentlich wäre für einen Thuner Coup alles angerichtet gewesen. 463 Zuschauer – damit so viele wie noch nie während der laufenden Saison – hatten sich in der heimischen MUR-Halle eingefunden und unterstützten ihr Team lautstark. Dieses wollte natürlich etwas zurückgeben. Vergebens. «Wir haben uns viel vorgenommen», meint Thuns Captain Yannick Zimmermann. «Dass wir dann so deutlich verlieren, ist bitter.» In der Meisterschaft liegen die Tigers auf Rang 10, Thun belegt Platz 11. Nicht zuletzt deshalb haben sich die Oberländer ihre Chancen ausgerechnet. Auch aus diesem Grund sagt ein gelassener Matthias Gafner nach dem Spiel: «Ich hätte Thun stärker erwartet.» Wobei der Tigers-Trainer mit dieser Meinung nicht der Einzige sein dürfte. Er fügt aber sogleich hinzu: «Ich kann auch zufrieden sein mit meinen Jungs.»

Die Erfahrung

Auf der einen Seite stehen die Tigers, Cupsieger aus dem vergangenen Jahr. Auf der anderen Seite ist Thun, das schon letzte Saison im Cupviertelfinal an Malans gescheitert war. Die Thuner wollten erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in den Halbfinal, stiessen dabei aber an ihre Grenzen. «Die Erfahrung aus dem vergangenen Jahr war ein Vorteil für uns», meint Tigers-Spieler Yannick Glauser. Für Zimmermann sei es hingegen ein Beweis dafür gewesen, dass sein Team noch nicht bereit sei für den nächsten Schritt. «Aber wir sind auf dem richtigen Weg. Es braucht alles Zeit», sagt der 21-Jährige, der nach dem Kaderumbruch im Sommer zum Captain befördert wurde.

Die individuelle Klasse

Während die Thuner drei Ausländer in ihren Reihen haben, agieren bei den Tigers diese Saison keine Legionäre. Vorteil für Thun? Mitnichten! David Simek belegt in der Topskorerwertung der Liga zwar den dritten Rang, im Cupderby bleibt er aber blass, verbucht lediglich einen Treffer. Der Tscheche ist ein Sinnbild für die Thuner Schmach: ideenlos, wirkungslos, ratlos. Bei den ­Tigers stechen derweil drei ­Spieler heraus: Yannick Glauser wie auch Thomas Gfeller trafen dreifach. Matteo Steiner – Jahrgang 2002 – zeichnete für die Tore zum 8:2 und zum 9:2 verantwortlich.

Im Hinblick auf den Halbfinal meint Glauser: «Wir wissen, was es braucht, um in den Final zu kommen.» Nun liegt der Fokus aber bei beiden Teams auf der Meisterschaft. Am Samstag kommt es zum Wiedersehen – es ist ein wichtiges Spiel im Kampf um das Playoff.

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