Der SCL hat vier Matchpucks

Der SC Langenthal gewinnt beim HC La Chaux-de-Fonds mit 2:0 Toren. Dank den beiden frühen Treffern liegt der SCL in der Serie mit 3:0 vorne und kann den Titel am Mittwoch erringen.

Unbezwingbarer Goalie: Zum zweiten Mal hintereinander lässt Philip Wüthrich keinen Puck passieren. Foto: Leroy Ryser

Unbezwingbarer Goalie: Zum zweiten Mal hintereinander lässt Philip Wüthrich keinen Puck passieren. Foto: Leroy Ryser

«Wir müssen die ersten zehn Minuten überstehen und danach einen Konter versenken», blickte SCL-Stürmer Nico Dünner nach dem 3:0-Sieg auf eigenem Eis entschlossen der dritten Final-Begegnung entgegen. Sein Fahrplan wurde mehr als nur umgesetzt. Der HC La Chaux-de-Fonds kam gar nicht erst in Schwung.

In der 32. Sekunde fand ein Weitschuss von Philipp Rytz den Weg zwischen einer Vielzahl von Spielern, die vor HCC-Keeper Tim Wolf standen, hindurch in die Maschen. Und bald darauf liess sich Philip Ahltröm, Verteidiger bei den Romands, den Puck als hinterster Mann abnehmen. Der Eroberer Brent Kelly stand damit fast direkt vor Wolf und brachte die Scheibe mühelos am Keeper der Neuenburger vorbei. Die ersten zehn Minuten waren damit mehr als nur überstanden. Bei einem 0:2 in der Serie sowie auch im Spiel wurden die Beine der Bienen («Les Abeilles») schwer.

Wüthrich kaum bezwingbar

Der HC La Chaux-de-Fonds rannte dem Rückstand aufopfernd hinterher. Doch selbst wenn der SCL in Unterzahl agieren musste, fanden in den beiden ersten Dritteln nur wenige Schüsse den Weg bis zu Langenthal-Schlussmann Philip Wüthrich. Und dieser sorgte einmal mehr für jede Menge Frust bei den HCC-Sturmreihen, die auch in der dritten Playoff-Kraftprobe nicht den Raum erhielten, um diese Kombinationen zu zeigen, die nötig sind, um die Scheibe am auch nächste Saison fix vom SCB ausgeliehenen 21-Jährigen Torwart vorbeizubringen.

Nicht dass es in den mittlerweile drei Matchs an Gelegenheiten gefehlt hätte. Im Gegenteil. Die Arbeitsbienen aus der drittgrössten Stadt der Romandie (nach Genf und Lausanne; noch vor Neuenburg) verzeichnen über die drei Duelle gesehen ein Plus an Schüssen. 42:32 im ersten Spiel, 31:34 im zweiten und 36:21 im dritten; total also 109:87 (aus HCC-Sicht). Doch insgesamt lässt die SCL-Abwehr Schüsse aus etwas weniger guten Positionen zu, und gleichzeitig sorgt Goalie Wüthrich für den Unterschied. In 181:28 Spielminuten sind dem HCC erst zwei Tore gelungen.

Vertrauen und Charakter

Es sind zwei Stichworte, die nach dem Spielschluss in besonderer Weise fallen. Wüthrich spricht insbesondere von «Vertrauen». Dieses sei prägend. «Wir spielen sehr solide, und das Vertrauen ineinander ist gross. Wenn einer einen Fehler macht, bügeln die anderen diesen aus.» Nur ein Wort komme ihm in den Sinn, sagt SCL-Trainer Per Hanberg nach dem dritten Sieg in Serie über den HCC: «Charakter!» Dieser war beispielsweise kurz vor Schluss nötig gewesen, als seine Equipe während 80 Sekunden in doppelter Unterzahl auf dem Eis stand. In einer Szene rettete Yves Müller auf der Linie.

Chaux-de-F. - Langenthal 0:2 (0:2, 0:0, 0:0)

Les Mélèzes. – 4750 Zuschauer. – Tore: 1. (0:32) Dünner, (Rytz, Gerber) 0:1. 8. Kelly 0:2 – Strafen: 9-mal 2 Minuten plus 1mal 10 Minuten (Stämpfli) gegen La Chaux-de-Fonds. 10-mal 2 Minuten gegen Langenthal.

Langenthal: Wüthrich; Rytz, Pienitz; Müller, Andersson; Scheidegger, Maret; Henauer, Christen; Tschannen, Pelletier, Kelly; Sterchi, Kummer, Andersons; Gerber, Dünner, Leblanc; Wyss, Küng, Dal Pian.

Bemerkungen: Langenthal ohne Campbell, Mathis (beide verletzt), Gyger, Hess,Oehninger und Peter (alle überzählig).

Berner Zeitung

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