Deutliche Fortschritte führen zum Sieg

Der SC Langenthal bezwingt Visp mit 6:2.

Gehalten: Philip Wüthrich, sicherer SCL-Torhüter.

Gehalten: Philip Wüthrich, sicherer SCL-Torhüter.

(Bild: Marcel Bieri)

Nörgler werden sagen, dass es den zweiten Anlauf nicht gebraucht hätte. In der 31. Minute sprintete Robin Nyffeler mustergültig vors gegnerische Tor und lenkte einen Schuss von Kelvin Walz zum 3:0 ins Tor ab. «Ich versuchte mit meinem Lauf Platz zu schaffen und war dann genau richtig», kommentierte der Schütze zufrieden. Die Partie gegen Visp war damit eigentlich entschieden. Eigentlich.

Der SC Langenthal spielte bis dorthin überzeugend und mit deutlichen Fortschritten gegenüber den letzten Partien. Vor allem offensiv schienen die Oberaargauer um einiges ruhiger und genauer. Der Sieg gegen den HC Sierre unter der Woche war gut fürs Selbstvertrauen. «Anfang Saison spielten wir zu kompliziert. Der Sieg gegen Sierre hat uns dann wirklich gutgetan», begründete Nyffeler den Wandel. Etwas anderes fiel aber ebenfalls auf: Bei den ersten beiden Toren agierte Joey Benik als Vorbereiter, der Amerikaner hatte an diesem Abend zweifellos seine bisher beste Leistung gezeigt. Gemeinsam mit Andrew Clark sollte er letztlich die Partie für den SCL im zweiten Anlauf entscheiden.

Aber eben: Eine Schlafphase von etwa anderthalb Minuten brachte Langenthal unnötig in Bedrängnis. Anton Ranov schockte als Ex-Langenthaler seine Gegner. Mit einem herausragenden Solo umkurvte er die SCL-Abwehr und bezwang zuletzt (43.) auch noch Philip Wüthrich. Der SCL, offenbar überrascht, wankte. Mark Van Guilder bedankte sich für den zu laschen Einsatz und verkürzte sogar auf 2:3, was Jeff Campbell dazu veranlasste, sein Timeout zu nehmen. Dieses verstrich indes ohne viele Worte, der SCL-Kanadier blieb ruhig und äusserst cool. Es sollte helfen. Zwar war die Partie in einem ersten Moment etwas ruppig, später aber fiel sie endgültig auf die Seiten von Gelb-Blau.

Benik erneut im Zentrum

Visp leistete sich zwei Aussetzer und damit auch zwei Strafen. Langenthal, nun in doppelter Überzahl, dankte mit Toren. Andrew Clark orchestrierte an der blauen Linie den Einsatz, passte zu Simon Sterchi, der überragend auf Joey Benik querlegte. Der Amerikaner traf zum 4:2. Langenthal wich danach von der Erfolgsspur nicht mehr ab – und das Ausländerduo erst recht nicht.

Benik legte zwei Minuten später auf Clark auf, der mit einem punktgenauen Schuss ins obere Eck für das 5:2 sorgte. «Ich denke, wir sind jetzt angekommen», sagte Benik. «Wir sind gut in die Partie gestartet. Das war entscheidend.» Fabio Kläy war es dann gegönnt, die Scheibe noch ins leere Tor zum 6:2 zu bugsieren. Mit dem Erfolg darf man beim SCL zweifellos von einem gelungenen Auftritt sprechen.

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