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Die Absenzen wogen zu schwer

Wiler-Ersigen musste sich GC auch in der zweiten Direktbegegnung dieser Saison geschlagen geben, bleibt aber trotz der 3:6-Heimniederlage Leader.

Daniel Johnsson (links), der Ex-Stürmer von Wiler-Ersigen, prüft seinen ehemaligen Goalie Martin Menetrey.
Daniel Johnsson (links), der Ex-Stürmer von Wiler-Ersigen, prüft seinen ehemaligen Goalie Martin Menetrey.
Marcel Bieri

Die Affiche des Spitzenkampfes verhiess für die gut 500 Zuschauer viel Spektakel. Es trafen die erfolgreichsten Teams der letzten Jahre und der Gegenwart aufeinander. Tabellenführer Wiler-Ersigen, der Meister, spielte gegen den Zweiten GC, den Verlierer sowohl des Super- als auch des Cupfinals der vergangenen Saison. Es war aber auch das Duell der bislang besten Offensiven und der stärksten Defensiven in der Liga. Und eigentlich hätte es ein weiteres Duell zwischen dem Team mit den stärksten Ausländern (Wiler-Ersigen) und jenem mit den meisten Schweizer Nationalspielern werden sollen.

Hätte, denn bei den Unteremmentalern fehlte nebst dem mit Leistenproblemen kämpfenden Krister Savonen mit dem privat verhinderten Topskorer Joonas Pylsy ein zweiter finnischer Weltmeister und dazu mit den verletzten Michal Dudovic und Deny Känzig zwei Goalgetter.

Luan Misini, der aus dem Seeland stammende Coach der Grasshoppers, wollte diesen Umstand zwar nach der Partie aber nicht als mitentscheidend gelten lassen. «Auch wir haben seit Wochen gewichtige Absenzen und konnten in diesem Spitzenkampf trotzdem eine Topleistung abrufen», gab er seiner Mannschaft ein Kompliment.

SVWE lässt Chancen liegen

Wäre Leader Wiler-Ersigen bei seinen trotzdem in stattlicher Anzahl herausgespielten Chancen allerdings effizienter gewesen, hätte das Spiel aber auch eine andere Wendung nehmen können. «Ja, es war zum Verzweifeln, wie viele erstklassige Möglichkeiten wir nicht genutzt haben», ärgerte sich der zum Zuschauen verurteilte Deny Känzig. «Zudem agierten wir im Schlussdrittel für einmal auch in der Defensive nicht konsequent genug – da muss man sich nicht wundern, wenn dann gegen ein Topteam wie die Grasshoppers nichts Zählbares herausschaut», erklärte Känzig selbstkritisch.

Immerhin stimmte bei den Unteremmentalern die Moral: Im Schlussdrittel machten Marco Rentsch und Tatu Väänänen, der dritte finnische Weltmeister in Diensten des SVWE, innert 65 Sekunden einen 1:3-Rückstand wieder wett. Die Zürcher blieben aber kaltblütiger und entschieden die Partie in der Schlussphase dank Treffern von Daniel Steiger, dem letzte Saison noch bei Wiler-Ersigen engagierten Daniel Johnsson sowie Joël Rüegger schliesslich doch noch klar mit 6:3 zu ihren Gunsten.

Pechvogel Känzig

Bleibt noch die Frage, wann bei Wiler-Ersigen mit einer Rückkehr der Verletzten gerechnet werden kann. Bei Krister Savonen scheint dies offen, beim 20-jährigen Tschechen Michal Dudovic dagegen hofft man auf eine Rückkehr Anfang Jahr auf den Champions-Cup hin. Bleibt Deny Känzig: Der zum MVP und MPP Gewählte war die grosse Nummer der letzten Saison und – mit je zwei Toren und Assists – des gegen GC mit 8:4 gewonnenen Superfinals.

Das SVWE-Eigengewächs debütierte bereits mit 16 in der Nationalliga A und weist, obwohl er heute erst 23-jährig wird, in seinem persönlichen Palmarès bereits fünf Meistertitel und einen Cupsieg aus. Aber als beim Pechvogel die noch vom letzten Frühjahr stammende Fussverletzung endlich ausgeheilt war, zog er sich kürzlich noch einen Kapselteilabriss am Handgelenk zu, der nun am Donnerstag operiert wird. Er rechnet deshalb mit einem weiteren Monat Absenz. Vorkämpfer Känzig hat aber selbst die WM-Qualifikation mit dem Nationalteam Ende Januar, Anfang Februar noch nicht abgeschrieben.

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