Die nationale Spitze als Fernziel

Der BSV sieht sich auf dem richtigen Weg. Tobias Baumgartner ist neu Captain.

Tobias Baumgartner (vorne) führt die Mannschaft des BSV Bern neu an.

Tobias Baumgartner (vorne) führt die Mannschaft des BSV Bern neu an.

(Bild: Raphael Moser)

Reto Pfister

Thomas Heer ist zurückgetreten, gesucht wurde ein neuer Captain für den BSV Bern. Tobias Baumgartner und Luca Mühlemann, zwei langjährige Leistungsträger der Berner, wurden vom Trainerteam der Mannschaft zur Wahl vorgeschlagen. Erkoren wurde Baumgartner, Mühlemann ist sein Stellvertreter. «Ich fühle mich geehrt», sagt der 28-jährige Rückraumspieler, der beim BSV einst aus dem Nachwuchs den Sprung in die erste Mannschaft geschafft hatte, vom Sommer 2012 bis Weihnachten 2015 für Kriens-Luzern spielte und dann zurückkehrte.

Baumgartner gilt als besonnener Spieler, als einer, der auch in hektischen Situationen den Überblick behalten kann. Zwei Dinge seien ihm in der neuen Funktion wichtig: «Ich will auch im Training ein Vorbild sein und die Mitspieler dazu anspornen, immer Vollgas zu geben. Und ich will dafür sorgen, dass sich junge Spieler problemlos ins Team integrieren», sagte er.

In der neuen Saison will der BSV an die letzte Spielzeit anknüpfen, die erste in der Gümliger Ballsporthalle. «65 Prozent mehr Zuschauer besuchten die Spiele, wirtschaftlich stehen wir auf sicheren Füssen», sagte Präsident Peter Röthlisberger an der Vorsaison-Pressekonferenz. Sportlich wollen die Berner ähnlich gut abschneiden wie 2018/19, als sie Platz 3 belegten.

Dazu gehört auch ein gutes Abschneiden im Challenge Cup, obwohl dieser ohne Teams aus sechs europäischen Topnationen nicht sehr attraktiv erscheint. «Wir sind ehrgeizig und wollen so weit wie möglich kommen», nannte Sportchef Daniel Weber ein klares Ziel. Wacker Thun gewann den Challenge Cup 2005, der BSV erreichte 2006 und 2009 den Halbfinal. In diesem letztmals durchgeführten Wettbewerb besitzen Schweizer Teams gute Chancen, in die Endphase vorzustossen.

18 bis 20 Spieler

Das Fernziel des BSV Bern ist der Sprung an die nationale Spitze. «Dazu müssen wir das Budget erhöhen können, um mit einem Kader von 18 bis 20 Spielern statt nur 16 anzutreten, sodass der Trainer die Belastung der Spieler besser steuern kann», sagte Weber. Unter anderem dafür wurde mit Achim Dähler ein neuer Geschäftsführer verpflichtet, der den Verein im Sponsoring- und Vermarktungsbereich voranbringen soll.

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