Die regionale Königsklasse lockt

Acht Drittligisten wollen in den Aufstiegsspielen reüssieren.

Meiringens Marco Pulver schoss 31 Tore.

Meiringens Marco Pulver schoss 31 Tore.

(Bild: Raphael Moser)

Adrian Lüpold

112 Tore buchte Meiringen in 22 Partien in der 3. Liga (Gr. 1). Auch Weissenstein (Gr. 2) präsentierte sich während der regulären Saison treffsicher und versenkte die Kugel 102-mal im Tor des Gegners. Nun treffen die beiden Tormaschinerien in den Aufstiegsspielen (Hin- und Rückspiele mit Auswärtsstorregel) aufeinander und kämpfen um einen Platz in der 2. Liga regio.

Weissenstein stieg 2013 aus der regionalen Königsklasse ab und strebt den Wiederaufstieg just im Jubiläumsjahr an – der FCW entstand 1994 aus einer Fusion aus Viktoria und Sparta. «Es wäre toll, wenn wir den Aufstieg im Jubiläumsjahr feiern könnten», sagt Vizepräsident Peter Gieriet. Meiringen indes versucht nach dem Abstieg im Jahr 2017 in die 2. Liga zurückzukehren und hofft auch auf den Support aus dem Haslital. Zu diesem Zweck organisiert der Verein extra eine Carfahrt nach Bern (Spielbeginn 18 Uhr auf dem Sportplatz Weissenstein).

Weissenstein gegen Meiringen ist auch das Spiel der Knipser. Weissensteins Gregory Bissegger (35 Tore) und Nils Messerli (19) gehören zu den besten Skorern der 3. Liga wie auch die Oberländer Marco Pulver (31 Tore) und Joel Jaun (28).

Baumanns Fachwissen

Der 1910 gegründete Traditionsverein Länggasse wartet mittlerweile seit fast zwei Jahrzehnten auf die Rückkehr in die höchste regionale Spielklasse. 2001 stieg der FCL aus der 2. Liga ab – und ward seither nicht mehr gesehen. Nun könnte es in der ersten Saison unter dem neuen Trainer Patrick Baumann (37) gleich mit dem lang ersehnten Aufstieg klappen. Ex-Profi Baumann (Zürich, Thun, Xamax) verlieh dem Quartierclub mit seinem grossen Fachwissen einen Schub und führte ihn als Sieger der Gruppe 5 in die Aufstiegspoule.

In der Barrage bekommt es Länggasse mit dem FC Vicques (Sieger Gruppe 7) zu tun. Die Jurassier aus dem Distrikt Delsberg ver-loren keines ihrer 22 Meisterschaftsspiele (19 Siege, 3 Remis) und gelten wie die meisten Teams aus dem Jura als technisch stark. Das Hinspiel steigt heute Abend im Jura (18 Uhr).

Wabern will Wiederaufstieg

Nach vielen Jahren in der 2. Liga regio musste Wabern in der letzten Saison den Gang in die 3. Liga antreten. Doch dies hat den Club am Fuss des Gurten nicht aus der Bahn geworfen. Im Gegenteil: Unter den Fittichen des neuen Coachs Patrik Ruchti, der vom langjährigen Captain der ersten Equipe, Mario Zambaldi, assistiert wird, formten sich die Berner Vorstädter in der 3. Liga zu einer neuen Einheit. Vor allem in der Rückrunde vermochte Wabern zu überzeugen und sicherte sich den Sieg in der Gruppe 3.

In der Barrage bekommt es Wabern mit dem FC Langnau, dem Gewinner der Gruppe 4, zu tun. Die Emmentaler standen bereits in der letzten Saison in der Barrage, wo sie nach einem dramatischen Rückspiel an Bosporus scheiterten. Das Hinspiel findet heute in Langnau (18 Uhr) statt.

Um den vierten Aufstiegsplatz streiten sich der SV Lyss (Sieger Gruppe 6) und Haute-Ajoie, der Gewinner der Jura-Gruppe 8.

Berner Zeitung

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