Effizienter SC Langenthal

Der SC Langenthal hat das Heimspiel gegen den SC Thurgau souverän 5:0 zu seinen Gunsten entschieden. 

Die Langenthaler bejubeln einen Treffer.

Die Langenthaler bejubeln einen Treffer.

(Bild: Marcel Bieri)

Ausgerechnet gegen Angstgegner HC Thurgau lieferte der SC Langenthal zu Beginn eine der besten Chancenauswertungen der laufenden Saison. Noch in der vergangenen Spielzeit hatte der SCL drei der vier Vergleiche gegen die Ostschweizer verloren. Diesmal aber brachte SCL-Verteidiger Yves Müller seine Mannschaft mit einem Distanzschuss in der achten Minute in Führung und bis zur ersten Pause erhöhten Dario Kummer und Tom Gerber auf 3:0. Somit liess sich das Berner Team nicht – wie in der Vergangenheit oft gesehen – von den Ostschweizern in ein enges Duell verstricken.

Arbeit ist nötig

Letztlich konnte die Mannschaft von Trainer Stephan Mair dem SCL zu wenig entgegensetzen; der Aderlass (elf Spieler verliessen das Team, darunter die beiden ersten Linien fast komplett) konnte der in Weinfelden angesiedelte Club noch nicht wettmachen. SCL-Trainer Per Hanberg meinte: «Heute erzielten wir mehr Tore, darunter auch im Powerplay, was wir früher nicht taten. Im ersten und dritten Abschnitt waren wir besser, im zweiten gaben wir ihnen etwas zu viel Raum.» Die frühe Führung durch Yves Müller war wichtig für das Selbstvertrauen. «Unsere Chancenauswertung sprachen wir nach dem Visp-Spiel an. Wir müssen effizienter sein», erinnert sich Yves Müller. «Es fallen schon mehr rein, als vor diesen Spielen, aber wir müssen daran arbeiten.» 

Nach einem harzigen Start mit drei Niederlagen in vier Ernstkämpfen (davon eine im Cup) ist Langenthal in Schwung gekommen. In den neun vergangenen Spielen holte der SCL immer mindestens einen Punkt, sieben dieser Matches wurden gewonnen. Inzwischen hat sich das Berner Team auf den vierten Rang vorgearbeitet. 

«Wir spielen etwas anders als in der vergangenen Saison», erklärt Per Hanberg. «Jetzt sehe ich das Embryo. Wir pushen weiter.» Und auf die Frage, wann die Geburt erfolgt, lächelt der schwedische SCL-Coach: «Wir arbeiten Woche für Woche an den kleinen Details. Geben wir etwas Zeit, dann wird die wunderbare Geburt kommen.»

Montandon in Sierre

Bereits am Dienstag wartet das nächste Heimspiel auf den SC Langenthal. Innerhalb von sieben Tagen – von Sonntag 28. Oktober bis Samstag 3. November – ist der SCL gleich dreimal auf eigenem Eis zu sehen. Am Dienstag kommt der EHC Winterthur in die Eishalle Schoren und nach dem Auswärtsspiel bei der EVZ Academy von Freitag, 2. November, gastiert der EHC Olten am Samstag in Langenthal.

Im 15. Spiel der Saison wird das Derby somit zum vierten Mal bestritten. Zuerst folgt nun aber das Duell gegen die Mannschaft aus der sechstgrössten Stadt der Schweiz: Gegen Winterthur ist der SC Langenthal in der Swiss League bislang 14mal angetreten, sämtliche Duelle konnte das Berner Team für sich entscheiden; dies bei 41:1 Punkten. Yves Müller: «Gegen Winterthur müssen wir mit der gleichen Intensität wie heute antreten. Wir wollen diese drei Punkte.»

Langenthal – Thurgau 5:0 (3:0, 0:0, 2:0) Schoren. – 2272 Zuschauer. – SR: Oggier/Boverio, Cattaneo/Wermeille. – Tore: 8. Müller (Pienitz, Dünner) 1:0. 11. Kummer (Tschannen, Müller) 2:0. 19. Gerber (Karlsson) 3:0. 43. Dal Pian (Andersons) 4:0. 54. Leblanc (Rytz, Tschannen/Ausschluss Wildhaber) 5:0. – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Langenthal. 3mal 2 Minuten gegen Thurgau.

Langenthaler Tagblatt

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