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«Ein Wiederaufstieg wäre schwierig»

UHC-Thun-Captain Jonas Wettstein spricht vor dem entscheidenden Wochenende über die Abstiegsserie gegen Unihockey Basel Regio, seine Rolle in der Mannschaft und den Konkurrenzkampf im Kanton Bern.

Jonas Wettstein ist zuversichtlich, dass er nach diesem Wochenende mit dem UHC Thun den Ligaerhalt feiern kann. Foto: Marcel Bieri
Jonas Wettstein ist zuversichtlich, dass er nach diesem Wochenende mit dem UHC Thun den Ligaerhalt feiern kann. Foto: Marcel Bieri

Der UHC Thun liegt in der Auf-/Abstiegs-Playoff-Serie gegen Unihockey Basel Regio mit 2:3 Siegen zurück. Jonas Wettstein, wäre es für Thun vielleicht sogar besser, diese Saison abzusteigen?

Nein, denn die Strukturen im Verein sind gut. Der Nachwuchs hat sich während der letzten Jahre in den höchsten Stärkeklassen etabliert. Daher setzen wir alles daran, dass der UHC Thun auch nächstes Jahr in der NLA spielen wird.

Werfen wir einmal einen Blick zurück auf die Qualifikationsphase. In 22 Spielen konnten Sie 13 Punkte sammeln – gleichbedeutend mit Rang 11. Da drängt sich die Frage auf: Ist Thun in der NLA am richtigen Ort?

Wir haben in den letzten Jahren sicher nicht in nötigem Mass Fortschritte gemacht und uns mehr erhofft. Trotzdem bin ich überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir wollen in nächster Zeit den Anschluss an die obere Tabellenhälfte der NLA schaffen.

Ihr Ziel ist also, dereinst das Playoff der NLA zu erreichen?

Ja, das ist das mittelfristige Ziel des UHC Thun.

Bereits jetzt sind mit Floorball Köniz und Wiler-Ersigen zwei andere Berner Teams im Playoff vertreten, mit den Tigers Langnau gibt es auch noch den Cupsieger. Leidet der UHC Thun unter dem Erfolg der Kantonsrivalen?

Leiden würde ich nicht sagen. Es macht es sicher nicht einfacher für uns. Die Junioren überlegen sich schon, ob sie zu einem Team wie dem UHC Thun gehen, das am Tabellenende ist, oder zu einem Team wie Köniz oder Wiler-Ersigen, die Ambitionen auf den Meistertitel haben.

Die Equipe des UHC Thun ist bereits sehr jung. Nächste Saison wird eine noch jüngere Equipe dastehen – nicht zuletzt, weil wohl ein paar der älteren Stützen aufhören werden. Wäre ein Aufbau in der NLB vielleicht sogar einfacher?

Jeder vom Team will auch nächstes Jahr in der NLA spielen und dort seine Erfahrungen sammeln. Daher setzen wir alles daran, dass wir in der NLA bleiben. Dazu kommt, dass ein Wiederaufstieg sehr schwierig wäre.

Kommen wir von den jüngeren zu den älteren Spielern. Wie wichtig sind die älteren Stützen wie Sie in dieser Mannschaft?

Besonders in dieser Saison hat man gemerkt, dass wir zu wenige erfahrene Spieler haben. Die Routiniers müssten eine Vorbildfunktion einnehmen, was uns leider etwas fehlte. Gerade auf dieses Wochenende betrachtet sind routinierte Spieler Gold wert, bringen Ruhe rein und können den Youngsters aufzeigen, wie man so ein Spiel angeht. Aber auch die Jungen bringen ihre Fähigkeiten mit, und wir Alten lernen von ihnen (lacht).

Zurück zur Serie: Thun ist eine Niederlage vom Abstieg entfernt. Was spricht noch für das Team?

Wir sind daheim sehr stark und hoffen auch heute wieder auf zahlreiche Unterstützung. Dazu kommt, dass wir nie aufgeben und ein grosses Kämpferherz haben. Wenn wir das noch zweimal beweisen können, werden wir dafür mit dem Ligaerhalt belohnt.

Bislang gewann immer das Heimteam. Wie wichtig ist der Heimvorteil? Oder anders gefragt: Ist es für die Thuner ein Nachteil, hat das NLB-Team das Heimrecht?

Am Anfang der Serie hätte ich diese Frage nicht beantworten können. Mittlerweile hat sich gezeigt, dass der Heimvorteil wirklich ein Vorteil ist. Die Heimmannschaft hatte immer das Glück auf ihrer Seite. Aber je länger die Serie dauert, umso kleiner wird der Heimvorteil.

Thun konnte bislang nicht über 60 Minuten überzeugen. Woran liegt das?

In den meisten Spielen hatten wir ein Drittel lang einen Aussetzer. Letztes Wochenende waren beide Spiele gut, nur die Chancenauswertung liess zu wünschen übrig. Wir sind auf dem richtigen Weg, und ich bin zuversichtlich, dass wir an diesem Wochenende zwei gute Spiele über 60 Minuten abliefern werden.

Wie ist die Stimmung in der Mannschaft? Sie wirken recht entschlossen. Sind es Ihre Teamkollegen auch?

Ja, es herrscht viele positive Energie bei uns. Jeder glaubt daran, dass wir es schaffen. Dies merkt man auch an der Intensität in den Trainings.

Und was tragen Sie als Captain dazu bei?

In diesen Situationen muss ich jeweils nicht mehr viel sagen. Jeder weiss, was auf dem Spiel steht. In meinen 13 Jahren NLB und NLA habe ich vieles erlebt. Ich kann dem Team mit meiner Erfahrung helfen.

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