Zum Hauptinhalt springen

«Es ist ärgerlich»

Der UHC Thun hat die Playout-Serie gegen Waldkirch St. Gallen 1:4 verloren. Für die Thuner geht es weiter in der Abstiegsrunde – gegen wen, ist noch unklar.

Lange Blicke bei den Thunern: Sebastian Thomanns Equipe konnte sich nicht durchsetzen.
Lange Blicke bei den Thunern: Sebastian Thomanns Equipe konnte sich nicht durchsetzen.
Markus Grunder

Am Ende war es doch eine ausgeglichenere Serie, als viele es zuerst gedacht hätten. Der UHC Thun präsentierte sich von seiner guten Seite, blieb lange hartnäckig und machte den Spielern von Waldkirch St. Gallen das Leben schwer. Trotzdem sind es die Nordostschweizer, die sich in der Serie mit 4:1 durchsetzen und sich so frühzeitig den Ligaerhalt sichern können.

Das Playout startete bereits nicht gut aus Thuner Sicht. Gleich zu Beginn setzte es eine klare 4:7-Niederlage ab. Zu Hause in der Mur-Halle sollte es dann besser werden. Die Thuner agierten effizient, erzielten gar acht Tore - für den Sieg reichte es aber auch in dieser Partie nicht. In der Verlängerung setzte sich WaSa dank einem Powerplay durch. Wie in Spiel zwei musste auch im darauffolgenden Duell die Overtime entscheiden. Und diese - wie könnte es auch anders sein - fiel wieder zu Ungunsten der Thuner aus. «Es ist ärgerlich, wenn man zweimal so nahe am Sieg ist und 60 Minuten gut spielt, sich aber am Ende trotzdem nicht durchsetzen kann», meint Headcoach Sebastian Thomann.

Thun zeigte Charakter

Am Samstag hätte WaSa die Serie in der Mur-Halle bereits mit 4:0 entscheiden können. Die Thuner Equipe zeigte aber Charakter, gab sich noch nicht geschlagen – und dies erfolgreich. Der erste Sieg war Tatsache. Gleich mit 7:3 entschied der UHC Thun die Partie für sich, setzte ein Lebenszeichen in Richtung St. Gallen. Dieses wurde allerdings am Tag darauf zunichte gemacht.

Auswärts in St. Gallen hielt die Mannschaft von Thomann lange mit, war fünf Minuten vor Schluss nur ein Tor im Hintertreffen. Aber es wollte nicht sein. WaSa gewinnt die Serie am Schluss mit 4:1. Was auf den ersten Blick nach einer klaren Sache aussieht, war bei genauerem Betrachten eine knappe Angelegenheit. «Wir haben uns gut geschlagen. Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Am Schluss sind es kleine Details, die entscheidend waren», meint Thomann.

Ligaerhalt als Ziel

Er zieht aber auch positive Schlüsse aus der Serie. «Wir gingen als Aussenseiter in dieses Duell. Wir sind ausser in Spiel 1 immer nahe am Erfolg gewesen, gingen immer an unser Limit und machten alles für den Sieg - trotzdem reichte es am Ende deutlich nicht. Aber darauf können wir sicherlich aufbauen. Wir können viele gute Momente aus dieser Serie nehmen.» Und Thomann gibt sich als fairer Verlierer. «Wer sich in einer Serie mit vier Siegen durchsetzt, hat verdient gewonnen. Das ist der Sport.»

Nun geht es für die Thuner in die Abstiegsrunde. Wer dabei ihr Gegner ist, steht noch nicht fest. Für Thomann ist klar: «Unser Ziel ist der Ligaerhalt. Wie dieser zustande kommt, spielt am Ende keine Rolle.» Auch für Thomanns Nerven wäre ein schnelles Durchsetzen sicher von Vorteil. Und wenn der Platz in der höchsten Liga gesichert ist, können die Thuner mit einem Erfolgserlebnis die Saison beenden - aber mit einem bitteren Beigeschmack, wie Thomann sagt: «Ob die Saison dann als gelungen gilt, sei dahingestellt. Es wäre sicher mehr möglich gewesen.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch