Geistesblitz in der Verlängerung

Wiler-Ersigen und Floorball Köniz haben ein spannendes Derby abgeliefert. Ein Geniestreich von Nationalverteidiger Jan Bürki entschied das Spiel zugunsten der Unteremmentaler.

Im Jubelmodus: Die Spieler von Wiler-Ersigen sind mit einem Derbysieg gegen Köniz erfolgreich ins Jahr 2020 gestartet.

Im Jubelmodus: Die Spieler von Wiler-Ersigen sind mit einem Derbysieg gegen Köniz erfolgreich ins Jahr 2020 gestartet.

(Bild: Stefan Wermuth)

Adrian Lüpold

Ein genialer Geistesblitz in der Verlängerung sorgte für die Entscheidung im Berner Derby zwischen Wiler-Ersigen und Floorball Köniz. «Es war ein Blitzentscheid», sagte Siegtorschütze Jan Bürki. «Ich sah, dass die Schussbahn offen war, und probierte es einfach», erklärte der 20-jährige Nationalverteidiger, welcher die Unteremmentaler mit einem direkt verwandelten Freistosshammer unter die Latte aus einem beinahe unmöglich anmutenden Winkel zum 6:5-Sieg geschossen hatte.

Bürkis brillanter Moment bildete den Schlusspunkt unter ein animiertes Derby, das stetig hin und her wogte und in dem beide Berner Topteams bereits eine solide Frühjahresform an den Tag legten. Letztlich fuhr die etwas effizientere Mannschaft die Ernte in Form des Zusatzpunkts ein und konnte sich über einen erfolgreichen Start in das Jahr 2020 und die temporäre Tabellenführung (Leader GC hat noch ein Spiel weniger auf dem Konto) freuen. «Heute zeigten wir viel Kampfgeist. Diesen Spirit wollen wir mitnehmen in die nächsten Wochen», sagte Bürki.

Fokus auf Champions-Cup

Die Könizer ihrerseits bewiesen nach der knappen 4:5-Niederlage vor Weihnachten gegen den damaligen Leader GC auch gegen den meistgenannten Meisterschaftsfavoriten Wiler-Ersigen, dass sie den besten Equipen des Landes zusetzen und diese bei idealem Spielverlauf besiegen können. «Wenn man so nah dran ist, will man den Sieg», sagte Verteidiger Stefan Castrischer.

Der Könizer Captain betonte aber auch, dass eine solche Leistung gegen ein Spitzenteam die Equipe motivieren würde, hart weiterzuarbeiten: «Wir gehen unseren Weg Schritt für Schritt. Jetzt haben wir nach der Weihnachtspause unseren Flow direkt wiedergefunden. Es hat alles erstaunlich gut zusammengepasst. Nun gehen wir so Richtung Playoff, damit wir dann auf unserem besten Level sind.»

Sechs Spiele bleiben den derzeit auf Rang 5 positionierten Könizern dafür, sich in eine möglichst gute Ausgangslage für das Playoff zu manövrieren. In den verbleibenden Spielen werden die Berner Vorstädter auf dem Papier immer in der Favoritenrolle sein, die Chancen, bis auf Rang 3 vorzupreschen, scheinen also durchaus intakt.

Für einmal nicht in der Favoritenrolle sein wird Wiler-Ersigen nächsten Samstag, wenn im tschechischen Ostrava der Halbfinal im Champions-Cup ausgetragen wird. Gegen Titelverteidiger Classic Tampere werden die Emmentaler als Aussenseiter antreten, was Jan Bürki indes nicht tangiert: «Wir wollen zwei Siege, sonst müssten wir nicht nach Ostrava fahren.» Vielleicht hat Bürki ja auch gegen die Finnen einige Geistesblitze in petto...

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