Gut für den Verein, schlecht für Bern

Annic Berset zum sofortigen Rückzug der NLA-Männer des VBC Uni Bern.

Enttäuschung, Frust, Resignation: Die NLA-Männer von Uni Bern treten nicht mehr zur Meisterschaft an.

Enttäuschung, Frust, Resignation: Die NLA-Männer von Uni Bern treten nicht mehr zur Meisterschaft an.

(Bild: Manuel Zingg)

Annic Berset

Zwei Saisons hat der VBC Uni Bern in der NLA verbracht. Es war eine Zeit mit mehr Niederlagen als Siegen und mehr Enttäuschungen, als manchem lieb war. In der ersten Spielzeit bezahlte die Mannschaft Lehrgeld, konnte aber ohne Druck spielen, weil kein Team absteigen musste. In der zweiten Saison starteten die Berner vielversprechend – und doch harzte es immer noch heftig, weil das Kader schmal war und die Spieler an Inkonstanz litten.

Das schmale Kader war auch in diesem Frühling wieder Thema, als es galt, ein Team für die neue Saison zu formieren. An dieser Aufgabe scheiterten die Verantwortlichen. Die logische Konsequenz: die Auflösung der Mannschaft. Und so ist es das zweite Mal hintereinander, dass sich ein Volleyballteam aus der Region aus der höchsten Spielklasse zurückziehen muss. Denn mit dem Frauenteam von Edelline Köniz verabschiedete sich bereits 2018 eine Equipe aus der NLA.

Für den VBC Uni Bern als Verein ist es der richtige Schritt. Er ist breit abgestützt und steht ohne NLA-Equipe finanziell besser da als mit. Wer die ganze Volleyballregion Bern im Auge hat, dem müssen Rückzüge hingegen zu denken geben. Es gäbe genügend Vereine, die sich zusammenschliessen könnten. Das würde die Förderung des Nachwuchses vereinfachen; es stünde ein grösserer Pool an Spielern zur Verfügung, die man über alle Ligen begleiten könnte. Ausserdem wäre das finanzielle Risiko besser verteilt. Weil aber jeder Verein sein eigenes Gärtchen pflegt, ist das erste Mal seit über zwanzig Jahren kein Berner Volleyballteam in der NLA vertreten.

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